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Zweiklassengesellschaft auf der Autobahn: Die neue Schweizer VIP Vignette

Wie die Motor-News berichten, ist in der Schweiz eine VIP Vignette geplant, deren Kauf es ermöglicht auf einem VIP-Streifen zu fahren, der auf den Schweizer Autobahnen für die Träger der Plakette reserviert werden soll. Die SVP, die Schweizerische Volkspartei, ist auf diese kontroverse Idee gekommen, die im Bundesrat derzeit diskutiert wird. Die VIP Autobahn Plakette soll die freie Fahrt vorbei an Staus und nervigen Lkws ermöglichen. Somit erhalten die Autofahrer, die in diesen Fahrstreifen investieren den Vorteil, dass sie schneller vorankommen.

Dagegen sollen Autofahrer, die keine Schweizer VIP Vignette haben und den Streifen nutzen, teuere Strafen zahlen. Die Auto-Plaketten eignen sich somit für Fahrer, die schnell von einem Ort zum anderen müssen, wie z.B. Außendienstmitarbeiter. Das Konzept ist gar nicht schlecht, da die Volkswirtschaft um die 1,5 Milliarden Franken Verlust macht, wenn ihre Wagen im Stau stehen. Dagegen tauchen kritische Stimmen auf, die durch diese Idee die Entwicklung zu einer Zweiklassengesellschaft sehen. Schweizer Autobahnen mit drei Spuren gibt es allerdings nicht so viele, was den Plan wieder zur Nichte machen könnte.

Insgesamt beruht das Streckennetz mit drei Spuren auf 80 Kilometer. Deswegen plant die SVP zugleich den Ausbau des Autobahnnetzes in der Schweiz. Wie viel so eine Spezial-Vignette kosten soll, ist bis jetzt noch unklar. Laut Aussage der SVP könnte sie für etwa 300 Franken (ca. 225 Euro) zu haben sein. Zudem bleibt es ungeklärt, wie man die Kontrolle der Schwarzfahrer in Griff bekommt. Außerdem möchten die Motor-News wissen was passiert, wenn sich Autos auf dem VIP-Streifen stauen, auch wenn sie glückliche Träger der Schweizer VIP Vignette sind.

Quellen: sueddeutsche.de, derstandard.at
Bild: Jo N (Flickr)

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