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Wunderstoff der Autoindustrie: Karbon

In der Vergangenheit galt Karbon als der beste Werkstoff für superleichte Sportwagen. Doch nun gerät Karbon immer mehr in den Fokus der Pkw-Hersteller, die ihre Großserien damit ausstatten möchten. Die Gründe dafür sind, dass Karbon leichter, stabiler und umweltfreundlicher ist. Umso leichter ein Fahrzeug ist, desto weniger CO2 stoßt es aus. Das ist ein riesiger Vorteil für Hersteller sowie Autofahrer. Außerdem hat die Leichtigkeit des Werkstoffs auch einen großen Vorteil für die Herstellung von Elektroautos.

Diese bringen das Problem mit, dass der Akku sehr schwer ist. Mit Karbon kann man diese Schwierigkeit lösen und Gewicht bei der Karosserie einsparen. Der Grund, warum Karbon noch nicht für Massenserien gebraucht wurde, liegt in den Fertigungsverfahren. Diese waren sehr aufwendig, weswegen nur Autohersteller im Luxus- und Sportsegment damit arbeiteten. Jedoch wurden diese Verfahren vereinfacht, so dass man auch größere Stückzahlen produzieren kann, ohne dass die Kosten für ein Auto in die Höhe schnellen. Besonders BMW ist Vorreiter in dem Karbon-Verfahren.

Das Autounternehmen hat schon gute Erfahrungen bei der Arbeit mit Karbon für einzelne Fahrzeugkomponenten für Sportmodelle gemacht. Nun will man diese Erfahrung auch für die Serienproduktion nutzen. Dabei liegt der Fokus auf der Reihe des Elektrofahrzeuges BMW i3. Dieser soll als erstes E-Auto mit kompletter Kohlestofffaserkarosserie auf den Markt kommen. Beim i3 will man das superleichte Material als Ausgleich zum schweren Akku nutzen. Aber auch VW sieht seine Zukunft in Karbon. Der neue XL1 soll ein Leichtgewicht werden, mit dem Autofahrer ihren CO2-Ausstoß verringern können. Das geht nur mit dem Wunderstoff Karbon.

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