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VW-Skandal: Abgas-Manipulation in ganz Europa

  • Berliner Morgenpost / Twitter

VW gilt als einer der zuverlässigsten Autobauer in der Geschichte des Automobils. Bis jetzt, denn in dieser Woche wurde bekannt, dass Volkswagen elf Milllionen Motorern des Types EA 189 mit einer Software ausgestattet hat, die die Abgaswerte manipulierte. Am Mittwoch trat VW-Chef Martin Winterkorn zurück. Auch weitere Vorstandsmitglieder, darunter Vorstandschef von Audi und Porsche, müssen ihren Hut nehmen. Und nun wurde bekannt, dass der Skandal noch viel weitere Kreise ziehen könnte.

Anscheinend ist dies nicht nur in Deutschland geschehen, sondern europaweit. "Es wurde uns mitgeteilt, dass auch in Europa Fahrzeuge mit 1,6 und 2,0-Liter Dieselmotoren betroffen sind von den in Rede stehenden Manipulationen", sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt laut n-tv.de. Damit sind auch Automarken wie SEAT und Skoda von dem Skandal betroffen.

Der CSU-Politiker ließ offen, ob die Fahrzeuge nun aus dem Verkehr gezogen werden müssen. Auch sei noch nicht klar, wieviele Automobile überhaupt betroffen sind. Desweiteren kündigte er weitere Abgasuntersuchungen bei anderen Marken an. Vor allem BMW rückte dabei in den Fokus. Bei Untersuchungen des Forschungsinstituts ICCT seien ungewöhnliche Werte beobachtet worden. Der Autobauer aus Bayern wehrt sich aber noch gegen die Vorwürfe.

Inwieweit dieser Skandal VW nun schaden kann, wird sich zeigen. Eine erhebliche Delle im Image bedeuten die Nachrichten auf jeden Fall. Es drohen strafrechtliche Konsequenzen sowie Regressansprüche und Schadenersatz in Milliardenhöhe. Auch die Fußball-Bundesliga könnte davon betroffen sein, wenn Volkswagen erhebliche Summen zahlen müsste. Der Konzern ist Hauptsponsor des VfL Wolfsburg und auch Bayern München wirbt für die Marke.

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