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Vespa Motorräder: Comeback des italienischen Lebensgefühl

Vespa Motorräder feiern ihr Comeback auf Europas Straßen. Doch eigentlich waren die Roller seitdem es sie gibt, immer ein beliebtes Fahrzeug, besonders bei jungen Leuten. 1946 kam das erste Vespa-Modell auf dem Markt. 60Km/h schnell, sparsam und einfach zu fahren. Das waren die Attribute, die das Zweirad ausmachen sollten. Der Hintergrund war, dass der Konstrukteur Enrico Piaggio die nach dem Krieg noch vorhandenen Produktionsanlagen nutzen wollte, um Kapital zu sparen.

Er hat wahrscheinlich nicht gedacht, dass ihn die Vespa eine Menge Geld einbringen würde. Sein Konzept der Vespa Motorräder ging auf. Sie wurden von ihren Fahrern geliebt, denn sie waren praktisch. Der ganze Motorraum war bekleidet, so dass man mit dem Roller auch auf schlechten Straßen fahren konnte, ohne Angst zu haben, dass Geröll den Motor beschädigen. Ein Reifenwechsel war in wenigen Sekunden erledigt.

Das Konzept kam langsam von Italien hoch in die Schweiz, Österreich und auch Deutschland. Ein gewisser Jakob Oswald Hoffmann kooperierte mit Piaggio und erhielt einen Lizenzvertrag für den Deutschen Markt. Er erfand auch die heutige Rarität unter den Vespa-Modellen: Die Königin. Doch das italienische Unternehmen kündigte 1954 den Vertrag aus Angst, dass Hoffmann ohne die Einwilligung von Piaggio in Deutschland den Markt komplett übernehmen würde.

In den 70er Jahren sah man weniger Vespas auf den europäischen Straßen. Das Automobil hatte die Zweiräder ersetzt und war für die breite Masse erschwinglich. Doch mittlerweile hat man den italienischen Trend, der auch ein wenig italienisches Lebensgefühl mit sich bringt, wiederentdeckt. Neue Modelle werden von Piaggio auf den Markt gebracht. Viele Leute kramen aber auch ihre alten Vespas aus, um mit ihnen die Straße unsicher zu machen.

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