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Vespa 150: Erste Massenproduktion des Kultrollers

Die Vespa 150 ist ein besonderer Roller unter den Piaggio-Zweirädern. In den 50er Jahren war sie das Modell, das am meisten produziert wurde und somit auch am meisten auf den Straßen zu sehen war. Ihr Merkmal war der hellblaue Ton sowie ihre Funktionalität. Sie war schlicht ausgestattet und verfolgte den Gedanken, ein Roller für Jeden zu sein. Zudem sollte es der Fahrer bei einer Reparatur einfach haben, wenn es zu einem Reifenwechsel oder einem anderen Schaden kam. Ein kleines Betriebsbuch klärte über die Zusammensetzung der Vespa 150 auf, so dass man mühelos selbst auf Problemsuche gehen konnte.

Über eine halbe Millionen Exemplare dieses Modells wurden von Piaggio an den Mann oder die Frau gebraucht. Mittlerweile gilt die Vespa 150 zu den Oldtimern. Wer so ein Stück bei sich in der Garage stehen hat, kann von Glück sprechen. Viele Vespa-Fans reißen sich um dieses Modell, da es zum Kult um dieses Zweirad beigetragen hat. Aus Italien kam der Originalroller auch nach Deutschland : Der Vespa-Bauer Jakob Oswald Hoffmann erwarb die Lizenz bei Piaggion und baute eigene Vespa-Modelle nach dem italienischen Vorbild. So wurde die Marke Piaggio in Deutschland bekannt.

Als der Erfolg von Hoffmanns Eigenkreationen zu groß wurde, kündigte Piaggio den Lizenzvertrag mit ihm und suchte sich ein anderes Unternehmen, dass sich dem Vespabau widmete sollte. Das wurde die Firma Messerschmitt aus Regensburg. Diese importierte die Vespa 150 nach Deutschland. Jedoch nur einige Exemplare, denn die Einfuhrzölle waren zu teuer, so dass niemand die italienische Ware kaufen wollte. Nur die deutschen Eigenproduktionen fanden Anhänger. Etwa 50 Jahre später ist der Preis für die Vespa 150 uninteressant. Wahre Vespa-Fans würden immense Summen für ein gut erhaltenes Exemplar bezahlen.

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