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Verkehrserziehung ganz anders: Das Projekt Road Sense

Beim Projekt Road Sense stehen Ratgeber 14 jährigen Autofahrern zur Seite, was Sinn macht, denn in diesem Alter sollten Jugendliche nicht alleine am Steuer sitzen. Hinter diesem Projekt steckt jedoch auch eine andere Idee. Überall lauern Gefahren im Straßenverkehr, doch nur geübte Autofahrer können diese wahrnehmen. Deswegen hat der Automobilbauer Mercedes ein Projekt ins Leben gerufen, was Jugendliche über die Vorkommnisse im Verkehr aufklären will, damit sie zu besseren Beifahrern werden. Das Trainingsprogramm wurde von der Driving Academy der Automarke und der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände entwickelt.

Spielerisch sollen die Kinder und Jugendlichen über die Gefahren aufgeklärt werden. In Hinblick auf den Führerschein mit 17 ist die Idee nicht unklug. In England beispielsweise gibt es schon einen Parcour auf denen die jugendlichen Fahrer geschult werden. Das Pilotprojekt findet mit 600 Schülern in Stuttgart statt. Bei Erfolg soll es auf ganz Deutschland ausgeweitet werden. In England hatte das Programm sogar noch den positiven Nebeneffekt, dass weniger Fahranfänger durch die Fahrprüfung fielen. Doch die Verkehrserziehung zielt in erster Linie darauf ab, Aufklärung zu betreiben und weitere Unfällen vorzubeugen.

Die Teilnehmer sollen Respekt vor dem Automobil erhalten, damit sie in der Zukunft zu besseren Bei- und Fahrern werden. Aber die praktischen Übungen können auch als Fahrprüfung Vorbereitung gesehen werden, da die Teilnehmer zum ersten Mal persönlich mit dem Pkw in Kontakt kommen. Doch Hauptziel ist die Sensibilisierung für die Unfallgefährdung. Ob das Projekt Road Sense deutschlandweit zum Einsatz kommt und als Ratgeber für die Jugendlichen im Straßenverkehr dienen wird, wird sich nach dem Pilotdurchgang zeigen.

Quellen: spiegel.de, presseportal.de
Bild: Andy Karmy (Flickr)

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