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Urlaubsfahrt: Gefahr durch Gepäck

Die Urlaubszeit ist in vollem Gange, tausende Urlauber fahren mit vollbepackten Autos über die Straßen. Vielen ist leider nicht bewusst, dass Gepäck im Auto bei einem Aufprall zu einer tödlichen Gefahr für alle Insassen werden kann. Schon ein herumliegendes Handy wird bei einem Auffahrunfall mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h zu einem Geschoss. Ein Urlaubskoffer kann bei bestimmten Fahrzeugen sogar aus dem Kofferraum in die Fahrerkabine einschlagen, der Rücksitz knickt dann einfach weg.

Der ADAC geht davon aus, dass jährlich 9 000 Menschenleben gerettet werden könnten, wenn die Fahrer vor der Fahrt darauf achten würden, dass alle Insassen angeschnallt wären und sämtliches Gepäck sicher verstaut und festgezurrt ist. Taschen, Einkaufskörbe, Getränkekisten oder auch Urlaubsutensilien wie Sportgeräte werden allzu häufig einfach in den Wagen gestopft wo gerade noch Platz ist, ohne Sinn für die Sicherheit im Fahrzeug.

Bei einem Aufprall beschleunigen solche Dinge dann mit einer Kraft, die einem Hammerschlag gleichkommt. Mehrfache Erdbeschleunigungen sind je nach Fahrtgeschwindigkeit beim Aufprall möglich, so wiegt ein 20 Kilogramm schwerer Koffer dann schon mal mehrere hundert Kilogramm. Auf der einen Seite schützen die Airbags die Insassen vor den Folgen eines Aufpralls, doch von hinten droht eine zusätzliche, manchmal sogar viel größere Gefahr.

Hat der Wagen keine stabile Trennwand zwischen Kofferraum und Fahrgastzelle, ist die Gefahr besonder groß, also zum Beispiel bei vielen Kompaktwagen, Offroadern oder Kombis. Zusätzliche Trenngitter oder Netze kann man gegen Aufpreis bei jedem Hersteller nachrüsten lassen. Dieses erhöhte Maß an Sicherheit kostet je nach Marke zwischen 100 und 300 Euro. Wird das Gepäck mit Gurten festgezurrt, sollte man auf stabile Gurte zurückgreifen, die eine hohe Reißfestigkeit gewährleisten.

Quelle: welt.de
Bild: chermida (Flickr)

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