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Trend: Zweifarbige Autos

Autohersteller haben den neuen Trend der Zweifarbigkeit der Wagen weiter in den Vordergrund ihres Marketings gestellt und begründen ihn mit dem Wunsch der Kunden nach mehr Individualität. Das lässt sich leicht durchrechnen: Natürlich gibt es direkt viel mehr mögliche Modelle, wenn ein Wagen gleich zwei Farben hat, als wenn er nur eine bekommt.

Für die Hersteller bedeutet der Trend keinen großen Aufwand, für den Kunden aber mehr Gefühl von Individualität, einem Wert, der zum Ende des letzten Jahrtausends mehr Bedeutung bekam und jetzt in vielem verfolgt wird. Automodelle wie der Opel ADAM treiben hier den Trend auf die Spitze und werden vor allem wegen ihrer Individualisierungsmöglichkeiten gepriesen.

Nebenbei machen solche Extras den Autokauf aber auf dem Gebrauchtwagenmarkt schwieriger. Es wird um so umständlicher, zwei Wagen miteinander zu vergleichen, weil sie sich in immer mehr Details "individuell" unterscheiden können. Außerdem findet man auch nicht mehr so schnell seinen Wunschwagen, weil die Suche nach einem schwarzen Auto einfacher fallen sollte, als nach einem schwarz-grünen.

Andererseits scheint dies mal ein Trend nicht so ganz bei den Verbrauchern anzukommen: Die Neuzulassungen sind weiterhin eher einfarbig. Das mag damit zu tun haben, dass sich viele Verbraucher zwar in Umfragen positiv hinsichtlich des Wertes der Individualität äußern, letztlich dann aber doch konservativ entscheiden und sich lieber einen Wagen aussuchen, der schlicht aussieht und sich gut wieder verkaufen lässt.

Firmen, die mit den Individualisierungsmöglichkeiten offenbaren dabei oft, wie beim iPhone 5, dass ein Massenprodukt einfach keine Individualität ausdrücken kann: Die Zahl der möglichen Kombinationen bleibt im Vergleich zur Zahl der Käufer verschwindend gering.

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