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Tank-Abzocke: Morgens steigen die Benzinpreise erheblich

Laut einer Studie des ADAC sind deutsche Autofahrer aufgrund der extremen Preisänderungen an den Tankstellen massiv verunsichert. Zapfsäulen, an denen das Benzin noch relativ günstig ist, schlagen schon plötzliche zehn oder mehr Cent auf den Preis auf – und umgekehrt.

Die ADAC-Experten haben festgestellt, dass hinter den Preisschwankungen ein erkennbaren Muster steht. Sie waren für eine Woche in elf deutschen Städten unterwegs, untersucht wurden insgesamt 33 Tankstellen der Marken Aral, Shell, Jet. Dabei wurden wurden die Preise der Sorten Super E10 und Diesel um 8 Uhr, 12 Uhr und 18 Uhr erfasst.

Die wichtigsten Ergebnisse der aktuellen ADAC Untersuchung sind: Morgens sind die Kraftstoffpreise am höchsten, abends am niedrigsten. So kostete ein Liter Super E10 im Schnitt abends um 2,6 Cent weniger als am Morgen. Einige Tankstellen senkten den E10-Preis bis in die Abendstunden um 9 Cent. Doch über Nacht explodierten die Spritpreise erneut. Der ADAC registrierte den größten Anstieg in München mit 12 Cent. Die Preise der jeweiligen Anbieter unterscheiden sich bisweilen erheblich. Während beispielsweise Shell in München am Test-Sonntag um 18 Uhr für den Liter Diesel 1,559 Euro verlangte, war der Sprit Jet mit 1,459 Euro ganze zehn Cent billiger.

Der ADAC kritisiert die Preispolitik der Mineralölkonzerne massiv. 'Für die meisten Autofahrer ist es kaum möglich, bei diesem Preiswirrwarr den Überblick zu behalten und den richtigen Moment zum günstigen Tanken zu erwischen. Mit dieser Jo-Jo-Preispolitik kassieren Ölmultis die Autofahrer systematisch ab', so ADAC-Präsident Peter Meyer zu BILD.

Der Club empflieht deswegen den Autofahrern, sich vor dem Tanken über die Spritpreise zu informieren. Günstige Gelegenheiten sollten – auch wenn der Tank noch nicht ganz leer ist – konsequent genutzt werden.

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