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Steinbrücks Stinkefinger wirbt für Sixt

Peer Steinbrücks Stinkefinger hat ordentlich Wellen geschlagen - nun benutzt der Autoverleiher Sixt das Fingerfoto für seine Werbung.

Der Münchener Autoverleiher Sixt ist bekannt dafür, aktuelle Ereignisse, Personen und Bilder in seiner Werbung aufzugreifen, um sie mit ein bisschen Ironie für die eigenen Zwecken zu nutzen. Das funktioniert bestens, denn die meist sehr bekannten Motive tauchen nicht nur in der Sixt-Werbung auf, sondern, klar, allgemein in den Medien. Für den Autoverleiher bedeutet dies zusätzliche und kostenlose Reklame.

Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück war am vergangenen Freitag auf dem Titel der "Süddeutschen Zeitung" - mit erhobenem Mittelfinger. Steinbrücks Stinkefinger wurde allseits scharf als "unverschämt" und "zu impulsiv" kritisiert - nur Wenige bezeichneten ihn als "mutig". Steinbrück hat das Foto im Übrigen höchstpersönlich zur Veröffentlichung freigegeben, mit dem Kommentar, dass, wer die Geste nicht verstehe, schlicht der Humor fehle.

Der Autoverleiher Sixt nutzt das Foto jetzt in seiner Werbung. Zwei Reihen mit je drei Bildern, zeigen den Politiker mit dem erhobenen Finger. Fiktive Fragen werden auf dem Plakat gestellt - "Was halten Sie von hohen Benzinpreisen?" etwa - und Steinbrücks Geste beantwortet diese jeweils.

Peer Steinbrück ist nicht der erste Politiker, der sich auf diese Art von der Werbeagentur von Sixt einspannen lässt. So ist beispielsweise das Bild mit einer vom Wind zerzausten Angela Merkel sehr bekannt, die so für Cabrios warb. Und kürzlich war die Kanzlerin dann aufgrund ihrer "Neuland"-Aussage erneut auf den Sixt-Plakaten zu sehen. Aber auch Gerhard Schröder, Merkels Vorgänger, wurde für Werbekampagnen von Sixt benutzt. Ebenso der Ex-Bundespräsident Christian Wulff, die Ex-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, die Ministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen und eine lange Liste weiterer Politiker.

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