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Sitzheizung nachrüsten: Eine Anleitung

Es wird immer kälter, der Dezember bringt Frost daher, da wird es Zeit die Sitzheizung nachzurüsten, damit man im Auto schön warm sitzen kann. Doch das ist nicht jedermanns Sache. Denn die Heizung im Pkw ist natürlich elektronisch gesteuert. Ein wenig Ahnung sollte man schon haben, bevor man alle Kabel abzieht und dann hinterher vor einem Kabelsalat steht, den man nicht mehr zusammen bekommt. Wir geben hier eine einfache Anleitung, wie nahezu jedermann seine Sitzheizung nachrüsten kann.

Zunächst sollte man Zeit einplanen. Pro Sitz werden etwa drei Stunden Nachrüstzeit veranschlagt, für die Elektronik kommen dann noch einmal zwei Stunden drauf. Das Nachrüstset kann man bei Ebay kaufen. Es kostet etwa 35 Euro pro Sitz. Insgesamt sind es dann also 70 Euro. Dafür hat man im Winter dann ein schön warmes Hinterteil, wenn die Sitzheizung auf 70 Watt mit der Wärme ballert. Es gibt aber auch viel teurere Varianten. Es kommt immer auf den Komfort, den man anstrebt, an und auch auf die Automarke. Am besten fragt man beim Autohändler nach, die haben die passenden Sets in ihren Autohäusern.

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Nicht mit Gewalt etwas abziehen

Das hier genannte Beispiel ist eine Universalsitzheizung von Carbon. Sie strahlt pro Sitz 35 Watt - auch an dem Rückenteil - aus. Zwei Heizstufen gibt es. Der erste Schritt beim Nachrüsten wäre es, erst einmal den Sitz auseinander zu bauen und die einzelnen Teil abzumontieren. Zunächst einmal die Rückenverstellung abziehen, anschließend geht es an die Sitzhöhenverstellung. Auch diese muss demontiert werden. Das geht ziemlich einfach. Die Plastikverkleidung wird abgezogen und dann noch zwei Schrauben gelöst und schon ist der Arbeitsvorgang geschafft.

Auch das Rückenteil muss abgezogen werden. Dieses ist meistens mit zwei Klippsen oben rechts und links befestigt und unten eingehakt. Keine Gewalt anwenden, um nichts kaputt zu machen. Nun geht es an die seitliche Abdeckung der Sitze. Das Demontieren geht bei den meisten Sitzen folgendermaßen: Hinten am Sitz muss eine Schraube und vorne ein Klipps gelöst werden. Und schon hat man die Seitenteile in der Hand. Anschließend ist der Sitzflächenbezug an der Reihe. Dieser ist oft mit Metallklammern befestigt. Die müsste man durchschneiden, um den Bezug zu entfernen. Später kann man die Klammern durch dünne Kabelbinder ersetzen.

Elektronikwissen gefragt

Nun hat man die demontierten Sitze vor sich und das Nachrüsten kann beginnen. Man nimmt die Sitzheizungsmatten und verklebt sie an den Rändern. Das ist aber nicht so einfach, wie es sich anhört. Vorsichtig müssen Löcher für die Kabelbinder in die Matten gemacht werden. Dabei dürfen die Heizdrähte nicht beschädigt werden, der Ort für die Löcher sollte also sorgsam ausgewählt werden. Nun die Kabelbinder hindurch ziehen und an den Sitzen festzurren. Steht noch Kabelbinder hervor, sollte man diesen abschneiden. Diese können sehr großzügig abgeschnitten werden, denn sie lassen sich nicht lösen.

Diese Vorgang wiederholt man nun mit den Sitzheizungen an der Rückenlehne. Nun muss man die Matte noch mit der Spannungsversorgung für den Zigarettenanzünder verbinden, um damit die Sitzheizung für den Fahrer anzutreiben. Die Heizung für den Beifahrer wird mit der Spannungsversorgung von der Steckdose verbunden. Die Sitze dann wieder zusammenbauen und schon ist der Pkw beheizt.

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