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Sind Dieselmotoren umweltschädlicher als Benziner?

Dieselkraftstoff kostet erheblich weniger als Normalbenzin und ist deswegen bei deutschen Autofahrern sehr beliebt. Der Haken an der Sache ist aber, dass diese Fahrzeuge die Umwelt deutlich mehr schaden. Deswegen hat die EU in Brüssel die Bundesregierung schon 2013 aufgefordert, das Problem überhöhter Stickoxidwerte in den Griff zu bekommen.

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Kleine Schadpartikel

Das Problem ist schon länger bekannt. In den USA ergab eine Untersuchung, dass mit Diesel betriebene Pkw 15 Mal soviel Schadpartikel ausstoßen, als Benziner. Es geht dabei um sogenannte sekundäre Aerosole. Das sind winzig kleine Partikel, die in großer Anzahl Einfluss auf das Klima nehmen können. In manchen seien die Dieselfahrzeuge für 90 Prozent dieser sekundären Aerosole verantwortlich.

Diesel viel günstiger

Das Problem hierzulande ist, dass Dieselmotoren immer beliebter werden. Wer sich einen Neuwagen kauft, der schaut natürlich auch darauf, welchen Kraftstoff er dann tanken muss. Und da der Preis für Diesel so viel günstiger ist, kann man damit eine Menge Geld sparen. Viele Führerscheinbesitzer greifen bei dieser Chance gerne zu, ohne auf die Umwelt zu achten.

Aber natürlich sind Besitzer von Dieselfahrzeugen keine potentiellen oder mutwilligen Umweltverschmutzern. Die Automobilindustrie arbeitet daran, auch die Abgaswerte zu verbessern. Das gelang in der letzten Zeit hier und da, dennoch sind Benziner immer noch umweltschonender. Dazu kommt, dass Pkw mit Dieselmotoren inzwischen viel Power auf die Straße bringen.

Standards müssen eingehalten werden

Lange haben Dieselfahrzeuge auch nicht die Anforderungen für die Schadstoffklasse 6. Aber inzwischen müssen die Motoren auch diese Standards einhalten. Zusammenfassend könnte man sagen, dass immer mehr Deutsche auf Dieselmotoren abfahren, aber diese Autos immer noch die Umwelt mehr belasten, als es die mit Benzin betriebenen Fahrzeuge tun.

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