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Das Simson Moped erzählt deutsche Geschichte

Die Simson Moped Geschichte beginnt in Suhl, in Tübingen, wo die Zweiräder zum ersten Mal die Welt erblickten. 107 Jahre Geschichte steht hinter den Mopeds und dem Unternehmen, das leider heute nicht mehr existiert. Deswegen haben die Zweiräder auch einen großen Kultstatus und werden von Sammlern gerne gewählt. Zwei Brüder, Löb und Moses Simson, gründen ihr kleines Unternehmen im Jahr 1856. Bis sie das erste DDR Moped auf den Markt bringen, dauert es noch ein wenig.

Sie fangen mit einfachen Fahrrädern an. Dann kam 1907 der erste PKW aus dem Hause Simson. Zu Zeiten des zweiten Weltkriegs konzentriert sich die Produktion mehr auf dem Gebiet von Waffen. 1950 ist es dann soweit und das erste Simson Moped wird erfolgreich verkauft: Die AWO 425. Es folgen andere Modelle wie die Schwalbe, der Spatz und der Star. 1975 kommt noch ein Modell dazu, die S50. Die Produktionen laufen in den folgenden Jahren erfolgreich weiter und zu DDR Zeiten kann man die verschiedenen Modelle auf den Straßen sehen. Nach der Wende hat das Unternehmen Probleme mit dem Abverkauf und muss 2000 Konkurs anmelden. Drei Jahre später kommt es dann zum endgültigen Aus.

Das kleine Familienunternehmen, was zu Zeiten der DDR-Herrschaft unter optimalen Bedingungen existieren konnte, schaffte den Sprung in die kapitalistische Welt nicht. Doch die Mopeds gibt es immer noch. In manchen Garagen im ehemaligen Osten wird man bestimmt noch einige Schätze aus dem Hause Simson finden. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sieht es dagegen schlecht aus. Sammler kennen den Wert der Zweiräder und so schnell gibt man so eine Rarität nicht weg. Denn ein Simson Moped erzählt eine Geschichte, eines erfolgreichen Unternehmens, das über 100 Jahre nicht nur Zweiräder, Pkws und Waffen herstellte sondern auch Kultobjekte.

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