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Shared Space: Für mehr Frieden auf den Straßen

Shared Space heißt das Konzept, welches motorisierte und nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer näher zueinander bringen möchte und in einigen Städte funktioniert die Idee auch. Das gibt den Anlaß, diese Verkehrspolitik auch in der Exhibition Road in London umzusetzen, wie die Motor-News berichten.

Mittlerweile gibt es viele Städte und Dörfer, die eine Begegnungszone besitzen, in denen die Selbstjustiz weilt und Fußgänger sowie Autos flanieren. Das eigentliche Ziel von Shared Space ist es, verödete Straßen wieder salonfähig zu machen. In schwäbischen Memmingen hat das funktioniert.

So sitzen Fußgänger seelenruhig im Kaffee während die Autos langsam vorbeiziehen. Eine befahrbare Fußgängerzone hat den Vorteil, dass der Konflikt zwischen zwei Interessensgruppen, den Autofahrern und den Fußgängern, aufgehoben wird. Vor 20 Jahren entstand der Begriff in den Niederlanden. Ein Vorteil dieser Begegnungszonen ist, dass weniger Unfälle passieren, da der Verkehr zwar langsam aber stetig fließt. Des Weiteren kann man Shared Space auch als verkehrschilderfreie Straßen bezeichnen, denn Ampeln, Zebrastreifen und Schilder findet man selten.

Für die Fahrer gelten wenig Regeln: Fußgänger und Radfahrer haben Vorfahrt. Außerdem wird im Schritttempo gefahren. So können die Passagiere im Fahrzeug auch flanieren. Gemütlichkeit steht an erster Stelle und niemand wird ausgegrenzt. Durch solch ein neues Projekt in London soll genau diese Gemütlichkeit in den Stadtkern geholt werden. In der Exhibition Road, die bekannt ist für die unzähligen Museen und ihre vielen Besucher, wird jetzt das Projekt Shared Space geplant und bald realisiert, wie die Motor-News informieren.

Quellen: sueddeutsche.de, motor-talk.de
Bild: ITDP-Europe (Flickr)

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