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Schnellere Unfallhilfe durch eCall

Ab 2013 sollen alle Neuwagen mit eCall, einem Notrufsystem ausgestattet werden, was sofort die Koordinaten der Unfallstelle an Feuerwehr und Notarzt weitergibt und somit ein Autozubehör darstellt, was viele Menschenleben retten kann. Europaweit soll das System sogar gesetzlich vorgeschrieben werden, was sich Anfang 2011 entscheiden wird.

Einige Fahrzeuge verfügen sogar schon über ein automatisches Auto Notrufsystem wie es eCall darstellt. Mercedes hat schon im Jahre 1997 gegen Aufpreis den Tele-Aid in die S-Klasse eingebaut, der nach dem selben Prinzip funktioniert.

Der Vorteil dieser Programme ist, dass automatisch der Unfallort an die Hilfskräfte weitergeleitet wird. Besonders bei schweren Unfällen kann das Leben retten. Der GPS-Notruf für Autos würde eine Chance bergen, die jährliche Anzahl der 40.000 Unfalltoten zu verringern. Die EU schätzt, dass ein automatisches Auto Notrufsystem die Zahl um etwa 2000 bis 2500 vermindern würde. Eigentlich war eCall schon für das Jahr 2009 vorgesehen, doch der Termin wurde verschoben. Nun soll die Einführung in Neuwagen 2013 stattfinden, wobei der ADAC aber erst mit 2014 rechnet.

Die Vielzahl der Unternehmen, Partner und Interessensgruppen in diesem europäischen Projekt ist einfach zu groß als dass eine schnelle Einigung absehbar ist. Zudem müssen die Autohersteller die passende Technik in ihre Neuwagen integrieren. Die Preise für eine einfache Basisversion liegen nach Schätzungen des ADAC bei 200 bis 300 Euro. Jedoch ist die Grenze nach oben hin offen, abhängig von den jeweiligen Zusatzleistungen. Man wird sehen, ob sich die EU-Komission für eCall entscheidet und dieses Autozubehör zur Pflicht macht.

Quellen: sueddeutsche.de, autobild.de
Bild: tm tm (Flickr)

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