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Schlechte Ergebnisse für europäische Tunnel

Beim Tunneltest 2010 wurden 26 Durchfahrten in 13 europäischen Ländern getestet und wer sie durchfahren möchte, sollte sich bei den Motor-News informieren, denn viele haben nur eine befriedigende Note erhalten. So wurden insgesamt vier Durchgänge leider nur mit 'bedenklich' eingestuft. Am schlechtesten schnitt Island mit der Note 'mangelhaft' ab. Europäische Tunnel bieten leider nicht die Sicherheit, die sich Autofahrer wünschen, wenn sie die dunklen und sehr langen Durchgänge durchqueren.

Eine Ausnahme war der neue Duplex Tunnel bei Paris, der als Testsieger abschnitt. In Deutschland fiel der Tunneltest 2010 auch nicht bei allen Testtunneln gut aus. Beispielsweise vergab der ADAC an den Tunnel Birth, der vor etwa 25 Jahren auf der A44 bei Velbert gebaut wurde, nur ein schlechtes Gutachten, wozu unter anderem die fehlende Fluchtwegbeschilderungen und Videoüberwachung beitrug. Dagegen kann man ohne Bedenken durch den Darmstädter Lohberg Tunnel sowie den Richard-Strauss Tunnel in der Nähe von München fahren. In Reykjavik sollte man allerdings den Hvalfjörður-Tunnel meiden, da er die Verlierer-Röhre in Island ist.

Besonders alte und nicht sanierte Tunnel bekamen die schlechten Ränge beim Test. So fordert der Automobilclub, dass auf diese die höchste Aufmerksamkeit gerichtet wird, wenn es um die EU-Richtlinie zur Nachrüstung, die bis 2014 umgesetzt werden soll, geht. Unfälle in Tunneln können durch die Modernisierung verhindert und somit Menschenleben gesichert werden. Etwa 800 Millionen Euro sollen in das Projekt investiert werden, damit europäische Fahrer sich bei der Durchfahrt sicher fühlen können. Doch wie die Motor-News auch zeigen, beweist der Tunneltest 2010, dass im Durchschnitt die Durchgänge immer sicherer werden.

Quellen: focus.de, welt.de
Bild: Simon Hua (Flickr)

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