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Rolls Royce mit Elektromotor

Erstmals seit über 100 Jahren gibt es wieder eine elektrische Superluxuslimousine – der Rolls Royce 102 EX ist ein Forschungsfahrzeug und Einzelstück. Das im englischen Goodwood gefertigte Modell absolviert zur Zeit eine globale Forschungstour, auf der es Journalisten und Markenkunden vorgeführt wird. Das Konzeptfahrzeug, das auf der Basis des Rolls Royce Phantom die Möglichkeiten des Elektroantriebs ausloten soll wird hier nicht nur vorgestellt, es soll auch getestet werden, ob die Neugier der potenziellen Kunden für das Unerwartete ausreicht. Charakteristisch für den 102 EX ist die Galionsfigur Emily, die statt ihrem klassischen Metallkleid eine blau leuchtende, transparente LED-Robe trägt.

Die früher acht- und heute zwölfzylindrigen Triebwerke der Marke waren immer für ihren leisen Lauf bekannt – der Phantom Experimental Electric übertrifft dieses noch deutlich und ist im akustisch abgedämmten Innenraum schlicht nicht zu hören. Statt dem 6,75 Liter V12-Ottomotor finden sich unter der langen Haube des 102 EX zwei Elektromotoren, die kombiniert eine Leistung von umgerechnet 394 PS erreicht. Das zusätzliche Akkupack hat eine Kapazität von 71 kWh. Das maßgeschneiderte alternative Antriebspaket kostet mehr als 30 000 Euro.

Im Vergleich zum herkömmlichen Phantom hat der 102 EX 80 Newtonmeter mehr und kommt auf 800 Newtonmeter Drehmoment. Innerhalb von acht Sekunden kann er von 0 auf 100 km/h beschleunigen und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Weitere charakteristische Merkmale, die den elektrifizierten vom klassischen Phantom unterscheiden sind neben der leuchtenden Kühlerfigur die irisierend hellblau leuchtende Speziallackierung Atlantic Chrome, die fünfpolige Steckdose hinter einem verglasten Tankdeckel mit RR-Monogramm sowie die Induktionsplatte unter dem Wagenboden. Mit Hilfe eines entsprechenden Induktionsgegenstücks mit Kabelverbindung könnte das Fahrzeug bei Serienproduktion in Garagen innerhalb von acht Stunden aufgeladen werden.

Auch im Innenraum haben die Designer die E-Ästhetik interpretiert: Statt edler Holzfurniere glänzen hell schimmernde Karbonpanelen. Natürlich gegerbtes Corinova-Leder, ein filigranes Lenkrad und vornehm gezeichnete Anzeigen komplettieren die Innenausstattung. Einziger Wehrmutstropfen – die Reichweite des Elektromotors wird mit 200 km angegeben. Dennoch: Es wäre schade, wenn der Phantom Experimental Electric nicht in Serie gehen würde.

Quelle: focus.de

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