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Rettungskarte gegen Stromschläge

Eine neue Rettungskarte soll der Feuerwehr und den Unfallhelfern schnell Auskunft darüber geben, ob beim Unfallauto die Gefahr durch Hochspannung besteht, durch die lebensgefährliche Kurzschlüsse entstehen können. Besonders bei Elektroautos ist die Gefahr sehr hoch. Durch einen Download der neuen Rettungskarte, die dann unter der Sonnenblende der Fahrerseite befestigt wird, wissen die Rettungshelfer, wie sie bei der Bergung vorgehen sollen, um sich selber nicht zu schaden.

In den neuen Fahrzeugen mit Hybridantrieben findet man eine Hochspannung von etwa 400 Volt transportiert. Die kann lebensgefährlich sein, wenn man bedenkt, dass aus einer normalen Steckdose 230 Volt fließen. Die Folgen eines Stromschlags können Muskelkrämpfe, Herzflimmern und Verbrennungen sein. Deswegen sollte man nur Experten an das Hochvoltsystem lassen, falls etwas daran beschädigt sein sollte. Bei Unfällen kann es zu Stromschlägen kommen, wenn die Rettungshelfer den Wagen aufschneiden müssen. Dabei können sie stromführende Leitungen durchtrennen und sich verletzen. Mittels der Rettungskarte, mit der Hybridfahrzeuge ausgerüstet sein sollten, können sie sich über die Voltstärke informieren und danach handeln.

Zudem zeigt die Karte eine schematische Aufstellung stromführender Autoteile, die dann beim Aufschneiden des Wagens umgangen werden können. Daneben verringert sich für die Unfallopfer, die im Auto sind, die Gefahr einen Stromschlag abzubekommen. Auf der ADAC Internetseite kann man den Download vornehmen. Neben der Rettungskarte sollte man sich in den Service Centern des Automobilclubs einen Aufkleber für die Windschutzscheibe besorgen, der wie ein Ratgeber für die Rettungshelfer funktioniert und sie darüber informiert, dass eine Karte im Auto vorhanden ist.

Quellen: sueddeutsche.de, autobild.de
Bild: Feuerwehr Brandoberndorf (Flickr)

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