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Proteste gegen Taxi App: Uber vermittelt private Taxifahrten

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Die Taxi App Uber sorgt derzeit für eine Menge Wirbel - Investoren und Analysten jubeln, Wirtschaftsprüfer und Juristen wollen die App aber verbieten. Bei der Smartphone-App Uber handelt es sich um einen Dienst, der private Taxifahrten anbieten. Der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband protestiert heftig gegen die Pläne, den normalen Autofahrer per Handy zum Gelegenheits-Taxifahrer zu machen.

Der Sprecher des Verbandes Thomas Grätz sagt ganz deutlich: "Das Modell von UberPop ist zutiefst illegal, das geht gar nicht." Die App bringt Autofahrer und potentielle Fahrgäste, die schnell von A nach B wollen, zusammen. Dabei sollen die Preise etwa 20 bis 40 Prozent billiger als bei einem regulären Taxi sein. Ein Fünftel davon behält Uber für sich ein. Kein Wunder, dass Taxifahrer weltweit auf die Barrikaden gehen. Denn die App, die vor vier Jahren in den USA entwickelt wurde, ist inzwischen in 128 Städten in 37 Ländern aktiv.

Doch in Deutschland haben Wirtschaftsverbände und Juristen etwas gegen diese App. Gerichte sehen in Uber eine Verletzung der Gewerbepflicht. Die privaten Taxifahrer seien scheinselbstständig und deswegen verbot ein Gericht in Berlin die App per einstweiliger Verfügung. Auch in Hamburg gab es schon ein ähnliches Urteil gegen WunderCar, einem Konkurrenten von Uber. Die private Vermittlung von Taxifahrten sei ein gewerblich nicht registriertes kommerzielles Angebot.

Allerdings sehen Investoren in Uber anscheined riesiges Potenzial. Die Entwickler konnten 900 Millionen Euro von Geldgebern einsammeln. Derzeit wird der Börsenwert der App auf 13 Milliarden geschätzt. Doch bevor die Fahrtenvermittlung voll durchstarten kann, müssen anscheinend noch einige juristische Dinge geklärt werden. Die Macher der Smartphone-App haben es sich wohl ein bisschen zu einfach vorgestellt.

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