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Partybike fährt Kleinkind an - Folge war Massenschlägerei in Fußgängerzone

Erfurt: Am vergangenen Samstag hat ein sogenanntes "Bierbike" bzw Partybike (der Begriff "Bierbike" ist markenrechtlich geschützt) ein kleines Kind angefahren, die Folge war eine Massenschlägerei.

Wie die Polizei am gestrigen Sonntag berichtete, war die rollende Partytheke in den frühen Abendstunden, gegen 18 Uhr, in der Erfurter Innenstadt unterwegs und hat dabei ein dreijähriges Mädchen erfasst. Das Kind wurde bei dem Unfall schwer verletzt und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nur wenig später mussten sich vermutlich auch mehrere Erwachsene dort verarzten lassen, denn die Folge des Unfalls war eine Massenschlägerei.


Die Mitfahrer auf dem Partybike, mehrere Frauen und Männer bei einem Junggesellenabschied, sowie die erbosten Angehörigen des kleinen Kinde gerieten nach dem Unfall in einen Streit über die genaue Unfallursache. Es kam zu einem Handgemenge zischen den Beteiligten. Als sich daraufhin weitere Passanten in die Auseinandersetzung einmischten, folgte eine Massenschlägerei. Knapp 60 Personen sollen laut Meldungen einer Nachrichtenagentur zeitweise aufeinander eingeprügelt haben.

Die Polizisten, die herbei geeilt war um die Streitenden zu trennen, musste Verstärkung anfordern, um die Prügelei aufzulösen. Mehrere der Beteiligten erlitten bei der Massenschlägerei leichte Verletzungen.

Partybikes oder, weil meist Bier serviert wird "Bierbike" genannten Feier-Fahrräder, stehen immer wieder in der Kritik. Stadtbewohner sind genervt und die Verkehrssicherheit ist oft mangelhaft. Ein Fahrer kutschiert seine trinkenden, später oft angetrunkenen Gäste durch die Straßen und auch durch Fußgängerzonen. Das Bundesverwaltungsgericht sprach im Jahr 2012 zwar ein generelles Verbot der Partybikes auf öffentlichen Straßen aus, die Spaß-Fahrzeuge dürfen aber mit Sondergenehmigungen weiterhin betrieben werden.

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