Excite

Neue Regeln und härtere Strafen: Das ändert sich für Fahrer und Radfahrer in Deutschland

Neue Regeln und höhere Bußgelder

Für die Verkehrsteilnehmer in Deutschland gelten jetzt neue Regeln und höhere Bußgelder. Ziel der neuen Regelungen, die am Dienstag, 28. April, in Kraft getreten sind, ist es, die Straßen für Radfahrer und Fußgänger sicherer zu machen und umweltfreundliche Verkehrsmittel zu fördern. Auch Carsharing und Elektroautos sollen von den geänderten Verkehrsregeln profitieren. Wer dagegen zu schnell fährt, unerlaubt einen Seitenstreifen benutzt oder andere behindert, wird härter bestraft.

Radfahrer

Radfahrer, die auf Bürgersteigen fahren, können nach den neuen Regeln mit einer Geldstrafe von 25 Euro belegt werden. Zuvor waren es 15 Euro. Die Geldbuße kann bis zu 35 € (statt 25 €) betragen, wenn Radfahrer größere Behinderungen verursachen. Personen, die Radwege in die falsche Richtung benutzen, können mit einer Geldstrafe von 55 € statt 15 € belegt werden. Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, wenn sie andere Verkehrsteilnehmer nicht behindern.

Alle Verkehrsteilnehmer

Das Anhalten auf den auf die Straße gemalten Fahrradwegen ist verboten. Strafe: ab 55 € - oder in schweren Fällen bis zu 100 € und einen Punkt auf dem Führerschein. Beim Überholen von Radfahrern, Fußgängern und Elektrorollern gilt in Städten ein Mindestabstand von 1,5 Metern, außerhalb der Städte zwei Meter. Bisher mussten die Fahrer lediglich einen "ausreichenden" Abstand einhalten. Lastwagen mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen müssen beim Rechtsabbiegen in geschlossenen Ortschaften mit Schrittgeschwindigkeit fahren, wenn in der Nähe Fahrräder oder Fussgänger zu erwarten sind. Strafe: 70 € und ein Punkt auf dem Führerschein. In Straßen mit einem Fahrradweg ist das Parken an Kreuzungen und Einmündungen in einem Abstand von acht Metern von den Kreuzungen der Straßenränder verboten. Schilder (für Autos und andere Fahrzeuge) können in Zukunft ein Überholverbot anzeigen. Die unbefugte Benutzung eines Standstreifens wird nun genauso geahndet wie die Nichtschaffung eines Standstreifens für Einsatzfahrzeuge. Fahrer, die sich nicht an die Regeln halten, müssen mit Geldstrafen zwischen 200 und 320 Euro, einem einmonatigen Fahrverbot und zwei Punkten auf ihrem Führerschein rechnen.

Die Bußgelder werden u.a. für diese Verstöße immer härter

Für Geschwindigkeitsübertretungen gibt es jetzt strengere Regeln. Ab sofort können Fahrer, die 21 Stundenkilometer mehr fahren als in geschlossenen Ortschaften erlaubt, einen Monat lang ihren Führerschein verlieren - zusätzlich zu einer Geldstrafe von 80 € und einem Punkt auf ihrem Führerschein. Außerhalb geschlossener Ortschaften sind es 26 km/h über dem Limit. Vorher waren es 31 km/h in der Stadt und 41 km/h außerhalb. Auch zu schnelles Fahren wird generell teurer werden. Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von bis zu 10 km/h droht ein Bußgeld von 30 €, bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von bis zu 15 km/h sind Bußgelder von 50 € und bei einer Überschreitung von bis zu 20 km/h 70 € möglich. Das Parken auf Fuß- und Radwegen könnte nun zu einer Geldstrafe von 55 € statt 20 € führen. Wenn die Aktion jemanden gefährdet, wird sie erheblich teurer - bis zu 100 € - und führt zu einem Punkt auf Ihrem Führerschein.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2020