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Neue Regelung bei Lackschäden

Bisher mussten Lackschäden immer nach dem Tarif einer Fachwerkstatt abgerechnet werden – nun gibt es eine neue Regelung bei Lackschäden. Das hatte bisher einen höheren Abrechnungstarif zur Folge – das ist nun nicht mehr so. Schäden am Lack müssen nicht mehr grundsätzlich nach dem Tarif einer Fachwerkstattberechnet werden, so das Urteil des Bundesgerichtshofs. Vor allem die Geschädigten eines kleinen Unfalls trifft dies besonders. Auszahlungen werden sich verringern, da der Satz einer freien Werkstatt in der Regel unter dem einer Fachwerkstatt liegt. Gerade bei kleineren Unfällen werden nun geringere Schadenssätze ausgezahlt.

In einem Fall forderte ein Fahrzeugbesitzer, der unschuldig in einen Unfall verwickelt wurde Ersatz für den entstandenen Schaden. Auf Grundlage eines Gutachtens reichte er seine Schadenssumme bei der Versicherung ein. Diese zog 200 Euro ab, da die Berechnung durch eine Markenwerkstatt durchgeführt wurde. Eine freie Werkstatt wäre ebenso gut, aber preiswerter – so die Begründung der Versicherer.

Der Verweis auf freie Werkstätten ist zulässig, der Bundesgerichtshof gab dem Versicherer recht, allerdings nur, wenn das Auto ältere als drei Jahre ist. Ein Autobesitzer mit einem jüngeren Fahrzeug, so das Gericht, muss ich sich nicht auf eine billigere Alternativwerkstatt einlassen.

Die neue Urteilsregelung kommt nur dann zum tragen, wenn der Schaden auf Grundlage eines Gutachtens beglichen werden soll. Wer sein Fahrzeug aufgrund des Gutachtens bereits vor der Regulierung in einer Fachwerkstatt reparieren lässt und dem Versicherer die Rechnung vorlegt, hat in der üblichen Regel keine Schwierigkeiten mit der Auszahlung.

Quelle: welt.de
Bild: KlausNahr (Flickr)

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