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Neue Elektroroller aus Japan

Der E-Vivacity von Peugeot hat bisher den Markt für Elektroroller in Europa beherrscht. Mit einem 3000 Watt-Motor ist er bis zu 45km/h schnell. Die beiden Li-Ion-Akkus mit 4 kWh erreichen eine Reichweite von 60 Kilometer. Durch ein nach vorn geöffnetes Fach in der Front verfügt der Roller sogar über einigen Stauraum – trotz der integrierten Ladestation. Das Modell ist ab rund 3599 Euro zu haben. Jetzt bekommt der E-Vivacity aber Konkurrenz durch ein deutlich günstigeres Elektromobil von Yamaha: Der EC-03 ist das erste elektrobetriebene Zweirad das von japanischen Motorradherstellern auf den europäischen Markt gebraucht wird.

Das clevere Vehikel mit ungewöhnlichem Design besticht mit einem chromumrandeten Rundscheinwerfer, auffälligen Leichtmetall-Rohrrahmen und abstehenden Fußrasten. Mit seinen 56 Kilogramm ist es gut zur Mitnahme zum Beispiel am Wohnmobil geeignet. Dank einer 15 Ampere starken Lithium-Ionen-Batterie, die unter dem Sitz untergebracht ist, schafft der Roller Tempo 30 bei einer Reichweite von 43 Kilometer. Im Power-Modus, der per Druckknopf aktiviert werden kann, schafft der bürstenlose Gleichstrommotor, der mit maximal 580 Watt das Hinterrad antreibt, stolze 45 km/h. Zum Aufladen kann der Roller, der mit einem integrierten Ladesystem ausgestattet ist, einfach an die Steckdose angeschlossen werden – allerdings dauert es sieben Stunden, bis die leere Batterie wieder ganz voll ist. Immerhin: Der Roller kostet nur 2395 Euro.

Auch Honda bastelt an einem Elektroroller für den europäischen Markt: Zur Zeit werden 18 Modelle des EV-neo in Barcelona getestet. Mit einer innovativen Regelungstechnik und einem pragmatischen Äußeren ausgestattet, bündelt der Honda viel Entwicklungskompetenz: Die Antriebseinheit steuert die optimale Leistungsabgabe der Batterie und der Gleichstrom der 12,6 Ah-Lithium-Ionenbatterie wird in Dreiphasen-Wechselstrom umgewandelt. Mit dem 3,8 PS starken Motor werden 50 km/h erreicht, bei gleichbleibend 30 km/h liegt die theoretische Reichweite bei 34 Kilometern. Ein besonderer Vorteil des EV-neo ist die Verkürzung des Ladevorgangs: Mit einem kleinen toasterähnlichen Ladegerät, das unter dem Sitz verstaut werden kann, dauert das Aufladen der Batterie nur 3,5 Stunden. Mit dem optimalen Schnelllader, der die Ausmaße eines einer Kühlbox hat, verkürzt sich das Laden sogar auf nur 30 Minuten.

Obwohl der EV-neo noch nicht im Handel ist, kündigt Honda den Verkaufspreis mit rund 3900 Euro an, plus 345 Euro für das kleine Ladegerät. Angesichts der wachsenden Konkurrenz auf dem Elektroroller-Markt ist aber bis zum Verkaufsstart sicher noch mit purzelnden Preisen zu rechnen.

Quelle: sueddeutsche.de

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