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Nässe-Limit bei feuchtem Asphalt - ab wann eine Straße als "nass" gilt

Nasse Straßen sind eine akute Gefahrenquelle und bestimmte Verkehrsschilder mahnen nicht nur zu mehr Aufmerksamkeit beim Fahrer, sondern schreiben auch Tempolimits vor, um Unfälle zu vermeiden. Aber ab wann spricht man eigentlich von einer "nassen Straße"? Reicht es schon aus, dass die Fahrbahn nur feucht ist, oder ist sie erst dann wirklich "nass", wenn sie komplett unter Wasser steht?

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Die juristische Definition von "Nässe"

Weil viele Autofahrer unsicher sind, hat der Bundesgerichtshof genau definiert, was "Nässe" im Straßenverkehr bedeutet. Die juristische Definition des BGH lautet demnach, dass "bei Nässe" die gesamte Fahrbahn mit einem Film aus Wasser überzogen sein muss (Az. 4 StR 560/77). Nur dann gilt das besondere Tempolimit, das auf Autobahnen bei Tempo 80 liegt. Gibt es lediglich vereinzelte Wasserlachen und fällt nur leichter Regen, so gilt die Straße nicht als "nass". Die Geschwindigkeitsbegrenzung gilt dann nicht.

Nasse Straßen bei Hitze?

Im Sommer, wenn die Temperaturen besonders hoch sind und sich Asphalt oder Teerdecken stark aufheizen, verdampfen Wassertropfen von gelegentlichem Regen sehr schnell. Ein durchgängiger Wasserfilm bildet sich also eher selten. Aber: Aufpassen müssen Sie dennoch, denn das ist keine Garantie für trockene Straßen. Besonders nach einer längeren Phase der Trockenheit verwandeln sich Fahrbahnen schnell mal in Rutschbahnen - Aquaplaning oder aufspritzende Fontänen durch die vorausfahrenden Autos inklusive. Wasser auf den ausgetrockneten Fahrbahnen kann nicht so gut versickern - und hinterlässt so den rutschigen Wasserfilm auf der Fahrbahn.

Der große Autobahn-Knigge

Nässe-Limits unbedingt einhalten

Tempolimits bei nassen Straßen sollte man demzufolge respektieren. Ein Unfall passiert schneller, als es einem lieb ist. Wer die Limits bei Nässe dennoch übertritt, muss mit Ärger rechnen. Kommt es nämlich zu einem Unfall, werden Verwarn- oder Bußgelder fällig. Im schlimmsten Fall kann einem auch die Kaskoversicherung ihre Leistung verweigern und die Haftplicht den Unfallverursacher in Regress nehmen. Und das will ja wohl niemand.

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