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Fragen und Antworten zur MPU

Wer zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung, kurz MPU, muss, der hat sich ein größeres Vergehen im Straßenverkehr geleistet - dazu zählen beispielsweise Drogen oder Alkohol am Steuer (ab 1,6 Promille), Straftaten im Zusammenhang mit dem Verkehr sowie der Besitz illegaler Drogen.

Wer aufgefordert wird, eine MPU durchzuführen, muss sich an seine zuständige Fahrerlaubnisbehörde wenden, von der man dann zu einer Begutachtungsstelle weitergeleitet wird. Doch was passiert genau bei einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung und wie viel kostet sie? Antworten zu vielen Fragen rund um die MPU gibt es hier.

Wie bereitet man sich auf die MPU vor?

Generell kann sich jeder, der aufgefordert wird eine MPU abzuhalten, dagegen weigern. Allerdings bedeutet eine Verweigerung auch, dass man die Fahrerlaubnis nicht wieder erhält.

Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung ist bei Betroffenen sehr gefürchtet. Das liegt vor allem daran, dass sie nicht leicht zu bestehen ist. Deshalb nehmen viele Teilnehmer an einem Vorbereitungskurs teil. Um einen geeigneten Kurs zu finden, sollte eine AVUS-Begutachtungsstelle kontaktiert werden, die über die verschiedenen Angebote informieren können. Die Kurse kosten in der Regel eine Gebühr.

Eine andere Alternative zu einem Vorbereitungskurs bietet Fachliteratur, die den Fahrer auf die Medizinisch-Psychologischen Untersuchung vorbereiten soll.

Was passiert in der MPU?

Eine MPU besteht aus verschiedenen Teilen und hat eine Dauer von circa drei bis vier Stunden. In dieser Zeit wird eine medizinische Untersuchung vorgenommen, bei der geprüft wird, ob der Fahrer Alkohol- und Drogen abstinent ist. Des Weiteren findet ein psychologisches Untersuchungsgespräch statt. Ein anderer Bestandteil der Untersuchung ist computergestützte psychologische Leistungsprüfung.

Bei den psychologischen Tests geht es um direkte Fragen. So will der Prüfer ermitteln, warum und wie es zu dem Vergehen kommen konnte. Außerdem wird auch geprüft, ob der Fahrer aus seinem Fehlverhalten gelernt hat, welche Schlüsse er aus seinem Verhalten gezogen und wie sich das auf seine Einstellung sowie seine Verhaltensweisen ausgewirkt hat.

Kosten der MPU

In Bezug auf die Kosten kann keine pauschale Aussage getroffen werden. Die Höhe der Gebühr richtet sich nach dem Vergehen, was sich an der Gebührenverordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr orientiert. Was zu hohen Kosten bei einer MPU führt, ist vor allem die Gebühr für den Vorbereitungskurs, die zwischen 300 und 1000 Euro liegen kann.

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