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Motorroller von Piaggio

Im norditalienischen Städtchen Pontedera laufen bei der Firma Piaggio Motorroller vom Band, unter anderem die berühmte Vespa. Bereits 1884 gründete Rinaldo Piaggio die Firma in Genua, zunächst noch, um im Schiffsbau aktiv zu werden. 1916 erfolgte der Umzug nach Pontedera, wo zunächst Flugzeugbau betrieben wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg suchte man bei Piaggio nach neuen Produktionsfeldern und beobachtete Transportprobleme in Italien, bedingt durch die Zerstörungen des Krieges. So entwickelte man die Idee eines Motorrollers und die Vespa war geboren.

Durch verschiedene Übernahmen anderer Firmen konnte das Unternehmen seine Stellung am Markt stetig ausbauen und ist mittlerweile der europäische Marktführer im Rollerbau. Drei Marken von Motorrollern werden verkauft: Der Kult-Roller Vespa mit selbsttragender Blechkarrosserie, die Marke Piaggio mit Stahlrohrrahmen und Kunststoffkarrosserie und die Sport-Marke Gilera, in der sich Motorrad- und Rollerelemente vermischen.

Mit Hubraum zwischen 50 und 250 ccm gibt es für jeden Geschmack und jedes Tempo das richtige Gefährt. So bringt es die Piaggio TPH50 bei einem Hubraum von 49 ccm immerhin auf eine Spitzengeschwindigkeit von 45 km/h, was für den Stadtverkehr völlig ausreichend ist. Seit 1993 wird dieser Roller hergestellt und ist damit das Produkt der Firma, das am längsten gebaut wird. Seine Verkleidung ist vollständig aus Kunststoff, der Motor läuft in zwei Takten. Seit der Markteinführung wurde der TPH mehreren Modellpflegen unterzogen.

Das Modell ZIP50 wird zwar auch mit 50 ccm gebaut, verfügt aber über einen 4-Takt-Motor, der es auf 3,6 PS bringt und den Roller damit auf eine Geschwindigkeit von ebenfalls maximal 45 km/h beschleunigen kann. Er ist als Soloscooter konzipiert und vergleichsweise einfach aufgebaut. Das Fahrzeug verfügt weder über Drehzahlmesser noch über Tankanzeige.

Quelle: piaggio.com
Bild: Michal Osmenda (Flickr)

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