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Mit Handy am Steuer wird es gern mal teuer!

Wer mit dem Handy am Steuer während der Fahrt telefoniert, für den kann es richtig teuer werden. Wenn es klingelt ist der Reiz natürlich groß, kurz ran zu gehen, um zu erfahren, was los ist. Die SMS zu lesen geht ja auch ganz schnell, dazu muss man nicht erst rechts an den Straßenrand fahren. Manche gehen sogar noch einen Schritt weiter und schreiben selbst eine SMS oder rufen irgendwo an. Wer allein im Auto sitzt und längere Strecken fährt, möchte sicherlich gerne mal mit jemandem reden, wenn er unterwegs ist.

Doch die Gefahr ist enorm groß, wenn man sich anstatt auf den Verkehr auf das Handy konzentriert. Eine jüngst veröffentlichte Studie hat ergeben, dass sich das Unfallrisiko um das 23-fache erhöht, wenn man während der Fahrt eine Kurznachricht in sein Handy tippt. Für diese Untersuchung wurden über 18 Monate LKW-Fahrer mit installierten Kameras beobachtet, die Ergebnisse sind aber durchaus auch auf PKW-Fahrer übertragbar.

Das Schreiben einer SMS war der Studie zufolge der größte Ablenkungsfaktor und daher auch Gefahrenherd. Beim Wählen einer Nummer erhöhte sich die Unfallgefahr immerhin noch um den Faktor 5,9 bei LKWs, um 2,8 bei PKWs. Anderen Umfragen ergaben, dass sich die Fahrer durchaus der Gefahr bewusst sind, trotzdem aber zum Mobiltelefon greifen. Die Staaten versuchen dieser Unvernunft mit saftigen Bußgeldern zu begegnen.

In Deutschland muss man mit einem Bußgeld von 40 Euro sowie einem Punkt in der Verkehrssünder-Kartei in Flensburg rechnen. Andere Länder sind da noch wesentlich rigoroser, beziehungsweise teurer. Norwegen ist der Spitzenreiter, verdonnert die Unbelehrbaren zu 160 Euro Strafe. In den Niederlanden sind es 150 Euro und auch in Portugal, Ungarn und Belgien müssen die Telefonierer deutlich über 100 Euro bezahlen, wenn sie erwischt werden. In Europa gibt es nur in Schweden und Serbien kein ausdrückliches Verbot. Wer jedoch dort in einen Unfall verwickelt wird, während er mit dem Handy telefoniert, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

Quelle: welt.de
Bild: marceljanus (Flickr)

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