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Mietwagen - Was passiert bei Strafzetteln im Urlaub?

Im Urlaub möchten viele Reisende mobil sein und nehmen sich deswegen einen Mietwagen mit oder mieten sich vor Ort ein Automobil. Doch wenn man dann ein wenig zu doll auf die Tube drückt, könnte es passieren, dass man geblitzt wird. Wir erklären hier nun, was Sie tun sollten, wenn Sie sich einen Strafzettel im Urlaub eingehandelt haben.

    Reto Fehr / Twitter

Am besten sofort bezahlen

Werden Sie von der Polizei angehalten, dann sollten Sie Ihre Strafe auch sofort bezahlen. Ansonsten geht der Bescheid von der örtlichen Polizei direkt an den Verleih und der will sein Geld dann natürlich auch wieder haben. Wenn Sie den Wagen bei einem deutschen Autoverleiher gemietet haben, dann kommen Bearbeitungsgebühren dazu. Diese schwanken zwischen 35 und 60 Euro. Dieses Geld können Sie sich sparen, wenn Sie sofort bezahlen.

Verleih kann Blitzerfoto entschlüsseln

Bei einem Blitzerfoto ist dies für die Polizei im Urlaubsland natürlich schwerer nachzuverfolgen. Aber auch hier kann der Verleih tätig werden und er kann herausfinden, wer den betroffenen Wagen zum entsprechenden Zeitpunkt gemietet und gefahren hat. So oder so, um die Strafe kommen Sie nicht herum. Und damit es nicht noch teurer wird, sollten Sie am besten gleich dafür gerade stehen, was Sie verbockt haben.

Mit eigenem Pkw im Ausland

Etwas anders sieht es aus, wenn Sie mit ihrem eigenen Pkw unterwegs sind. Bis Oktober 2010 konnten Strafzettel sogar milde lächelnd ignoriert werden, wenn die Polizei Sie nicht angehalten, sondern geblitzt hat. Doch seitdem hat sich die Gesetzteslage verändert. Wenn Sie einen Strafzettel aus dem Ausland nicht begleichen, wird die deutsche Justiz tätig und fordert das Bußgeld ein. Allerdings tritt dieser Fall erst bei einer Strafe ab 70 Euro ein.

Bußgeldbescheid in verständlicher Sprache

Allerdings muss der Bußgeldbescheid einige Kriterien erfüllen. Er muss in einer für Sie verständlichen Sprache verfasst sein, meistens also in der Muttersprache. Sollte dies nicht der Fall sein, sollten Sie den Mahnbefehl aber trotzdem nicht in den Müll werfen, sondern ernst nehmen. Allerdings könnte Ihnen das erst wieder zum Verhängnis werden, wenn Sie im gleichen Land noch einmal erwischt werden. Und das kann ja schnell passieren, wenn man mal ungewollt falsch parkt. Dann wird der nicht bezahlte Bescheid sicher schnell entdeckt und die Strafe fällt noch höher aus. Also halten Sie sich am besten im In- und Ausland immer an die Geschwindigkeitsgrenzen und Verkehrsregeln.

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