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Manga-Autos auf der Motorshow in Tokio

Ein wenig Futurismus, ein wenig Phantasie und schon sind die neuen japanischen Autostudien fertig. Dass die Japaner mitunter schrill sind, war den Europäern spätestens seit es Mangas und japanische TV-Exporte gibt, bewusst. Doch jetzt lassen sich die bunten Design-Autostudien auch auf den Autoshows bewundern. Erstmals auf der Tokio Motorshow gibt es eine derart große Fülle an bunten, knalligen, zuweilen auch winzigen Kleinwagen und Behelfsmobilen. Auf dem Weg durch das japanische Verkehrschaos und die Rush-Hour, setzen viele Entwickler auf Kompaktwagen. Kleine Spaßmobile, die nicht nur durch ihre knallige Farbe und unkonventionelle Form auffallen.

Das Auto wird in den vollen Straßen nicht mehr als Fahrzeug, sondern vielmehr als Unterhaltungsgegenstand definiert. Multimedia und Technik halten zur Bespaßung Einzug. Aber auch der ökologische Aspekt wird bei den Fahrzeugen keineswegs außer Acht gelassen. Geringer Spritverbrauch oder ein Elektroantrieb werden genauso groß geschrieben wie die Multimedia-Anwendungen.

Dabei treffen diese Manga-Autos selbst in den eigenen Reihen nicht auf Gegenliebe. Mazda-Chef Ikuo Maeda beispielsweise hält am Konzept des althergebrachten Fahrzeugs fest. Er würde lieber einen Sportwagen fahren, als einen Spielwagen. Es würden sich zwar immer einige Käufer für diese Manga-Autos finden, ein echter Markt würde daraus aber nicht entstehen. Sie sind und werden Designstudien bleiben.

Honda beweist hingegen, dass konventionelle Autokonzepte auf einen Bruchteil minimiert werden können. So behaupten sich schon heute die so genannten Kei-Cars in Japan - Kleinwagen, die mit dem europäischen Smart vergleichbar sind. In Deutschland war die Zeit dieser Minimalautos schnell vorbei, in Japan hingegen sie seit 1949 Top-Seller.

Quelle: spiegel.de
Bild: LuxTonnerre (Flickr)

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