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Lanz Bulldog: Robuste Schlepper mit Kultstatus

Lanz Bulldog ist keine Hunderasse sondern ein Synonym für einen leistungsstarken Ackerschlepper, der zwischen den Jahren 1921 und 1957 hergestellt wurde. Das Unternehmen Lanz AG aus Mannheim gab seinen Schleppern den Namen der Bulldogge, da die Motoren eine Ähnlichkeit mit den Gesichtern der Hunderasse haben. Die Traktoren werden leider nicht mehr hergestellt und sind für Sammlern begehrte Oldtimer.

Die Bulldogen-Modelle: Erfolgreicher Aufstieg eines Kleinunternehmens

Die Ur-Bulldoge des Unternehmens Lanz kam 1921 auf den Markt und war weltweit der erste Rohölschlepper. HL12 war sein Name, der noch in die Geschichte eingehen sollte. Was diesen Ackerschlepper besonders ausmachte, war seine Robustheit und das einfache Design. Zudem wurde das Nutzfahrzeug mit Rohöl betrieben, was zu der Zeit günstig war.

Der Lanz Bulldog HL12 folgte der Großbulldog HR2 im Jahr 1926. Drei Jahre später kam die HR5 und HR6 auf den Markt. Große Unterschiede zwischen den Modellen lagen vor allem in der Größe der Schlepper sowie in den PS-Zahlen, die von Jahr zu Jahr anstiegen. Hatte die HL12 gerade mal 12 PS, brachte es das Modell HR6 schon auf 38 PS.

Die vielen positiven Merkmale im Bereich der Zugleistung, der Technologie und im Verbrauch machte das Unternehmen so bekannt, dass im Jahr 1942 schon über 100.000 Exemplare verkauft hatte. 1965 kam ein vollkommenes Traktoren-Programm auf den Markt. Die Serie umfasste den Typ 310 mit 32 PS, den Typ 510 mit 40 PS und den Typ 710 mit 50 PS.

1967 wurde die Lanz AG von dem noch heute existierenden Unternehmen John Deere aufgekauft. Die alten Trecker gibt es immer noch: Allerdings im gebrauchten Zustand. Sie stehen in Museen und werden zum Teil noch genutzt.

Die Firma Der Lanzemann hat sich auf die alten Traktoren spezialisiert und bietet Ersatzteile sowie Reparaturen an der Bulldoge an. Außerdem erhält man bei der Firma auch gebrauchte Modelle. Wie viel eine Lanz Bulldoge kostet ist abhängig von ihrem Zustand und dem Baujahr. Ein gut erhaltenes Modell aus dem Jahre 1950 kostet schnell mal um die 45.000 Euro. Jüngere Modelle gibt es schon ab 10.000 Euro.

Lanz Bulldog das Kult-Objekt

Um die Lanz Bulldog Modelle hat sich auch ein Kult entwickelt. Beispielsweise zelebriert der Verein Lanz Bulldog West die Schönheit der Schlepper und informiert über die Geschichte des Unternehmens. Auf der Internetseite des Vereins, www.lanzbulldog.de, kann man sich über die Besonderheiten der Modelle informieren und auch Experten-Tipps einholen, wenn man an seiner Bulldoge basteln möchte.

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