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Kindersitze: Wie sicher sind sie?

Der ADAC testete insgesamt zehn Kindersitze aus fünf unterschiedlichen Klassen. Sowohl Frontalunfälle, als auch seitliche Einschläge wurden simuliert. Das erschreckende Urteil ergab, dass bei neun der zehn geprüften Kindersitze Nachholbedarf bestehe. Lediglich der "Brio Primo+Base" erhielt dank seiner Isofix-Verankerungen die Note "sehr gut".

Der seitliche Schutz, der vor Seitenaufprälle schützen soll ist eines der wesentlichen Sicherheitskonzepte eines Kindersitzes, so die Prüfer. Umso verständlicher ist es, dass dieser nicht fehlen darf Zwei Ausführungen, der "I’Coo C-Care Plus“ und der "Chicco Neptun" erhielten die Noten "manglhaft". Sie boten dem Kind bei einem Crash einen nicht ausreichenden Seitenschutz.

Auch der Preis bestimmt nicht die Sicherheit des Kindersitzes. Der "NANIA Racer SP" für Kinder von 1 bis 12 Jahren schnitt mit seinem Kaufpreis von 55 Euro beispielsweise besser ab, als der "IWH Megamix Isofix + Basis" für Kinder von 1 bis 12 Jahren mit 159 Euro. Auch ein zu komplizierter Aufbau wurde bei anderen Modellen negativ bewertet. Die Tester legten vor allem Wert auf den Aufprallschutz. Bei einem Frontalcrash beispielsweise legten die Prüfer härtere Kriterien auf, als die vorgeschriebenen Gesetzesvorgaben. Den simulierten Frontalunfall meisterten die getesteten Kindersätze durchweg besser, als einen vergleichbaren Seitenaufprall. Bei einem Aufprall wurden Kriterien wie der Verlauf des Sicherheitsgurtes, die Größenanpassung und Festigkeit überprüft. Auch ein schlechtes Ergebnis beim Seiten- oder Frontalaufprall konnten durch ein gutes Ergebnis in einer anderen Kategorie nicht wieder wett gemacht werden.

Wer einen Kindersitz kauft, der sollte sein Kind mitnehmen. Ein Sitz passt in jedes Auto, das Kind aber nicht in jeden Sitz. Beim Kauf sollte vor allem auf die aufgedruckten Gütesiegel geachtet werden. Sie geben aufschluss über Testsieger.

Quelle: focus.de
Bild: eyeliam (Flickr)

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