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IAA 2013: Quo vadis, Automobilbranche?

Auf einer Automobilmesse wollen die Besucher die neuesten Modelle der verschiedenen Marken sehen. Modelle, die sie selbst bald auch kaufen und fahren können. Auf der IAA 2013 aber, die vom 12. bis zum 22. September stattfindet, sorgen viele Autobauer für Verwirrung. Denn anscheinend sind Zukunftsvisionen und Studien wichtiger als die aktuellen Neuerscheinungen.

Daimler-Chef Dieter Zetsche bringt es auf den Punkt: "Alle wollen hier etwas Grün sein." Seinen eigenen Konzern sieht er dabei als Vorreiter. Aber damit wird das Problem der Automobilindustrie deutlich. Sie steht am Scheideweg, denn offenbar wissen viele Autobauer nicht, ob sie den ökologischen Weg gehen oder mehr auf Sportlichkeit setzen sollen. Und deswegen versuchen einige, diese beiden Seiten zu verbinden.

Jaguar setzt dabei zum Beispiel voll auf Performance. In einer Studie wird der Sports-Crossover C-X17 gezeigt. Doch dieses Modell gibt es frühestens 2016. Auch Smart bombardiert das Publikum mit Studien. Dabei soll es einen Ausblick auf die nächste Smart-Generation bekommen. Schwierig. Das Magazin STERN geht aber besonders mit der Konzeptstudie des Audi Nanuk hart ins Gericht. Die Mischung aus Hochleistungssportler und SUV sei höchstens was fürs Autoquartett.

Viel Zukunftstechnik bietet die IIA 2013 also an. Für den Besucher ist dies eher ermüdend, denn er will Neuheiten sehen. Mercedes etwa hat lediglich den SUV-Hoffnungsträger GLA anzubieten. BMW schickt seinen hervorragenden Luxus-SUV X5 ins zweite Glied und präsentiert stattdessen den Cityflitzer BMW i3 und den Ökosportler BMW i8. Leidiglich Volkswagen zeigt echte Neuheiten, etwa den Seat Leon ST, den Skoda Rapid Spaceback oder den VW Golf Sportsvan. Für Kunden ist die IAA aber in der Form eher enttäuschend.

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