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Hohe Bestrafung: Was Schimpfwörter im Straßenverkehr kosten können

In der Aufregung und mit der Wut mal eben ein Schimpfwort demjenigen entgegen geworfen, von dem man denkt, er hätte einen selbst unrecht behandelt, im Verkehr benachteiligt oder gar genötigt - wer kennt das nicht. Doch die wenigsten Autofahrer machen sich darüber Gedanken, dass diese kleinen Floskeln auch ordentlich kosten können.

Im Verkehr kochen die Emotionen gerne über. Der Vordermann drängelt sich in den eigenen Sicherheitsbereich hinein oder umgekehrt, der Hintermann läst einen nicht in die Lücke hinein - Situationen können oft unterschiedlich ausgelegt werden - doch eins in der Regel nicht: die Wörter die fallen. Die wenigsten wissen, dass eine Beschimpfung den Straftatbestand erfüllt und ordentlich kosten kann.

Der Stinkefinger kann Geldstrafen zwischen 600 bis hin zu 4.000 Euro nach sich ziehen. Nicht nur die bekannten Gesten, sondern auch kleine Äußerungen wie 'fieses Miststück' oder 'alte Sau' können den eigenen Geldbeutel im schlimmsten Fall empfindlich angreifen - mit Geldstrafen von bis zu 2.500 Euro kann gerechnet werden.

Auch auf die Formulierung muss geachtet werden: Ein Gericht verurteilte einen Autofahrer zu einer Schadenszahlung von 1.600 Euro - selbst die indirekte Beleidigung: 'am liebsten würde ich Arschloch zu dir sagen' gilt als solche und muss sich niemand gefallen lassen. Es gibt keine festen Regelsätze, die die Höhe der Straftat bestimmen. Die Sätze orientieren sich an den wirtschaftlichen Verhältnissen des Beschuldigten und entsprechen in der Regel einem Monatsnettogehalt Es kann in jedem Fall billiger werden, Nachsicht walten zu lassen und sich die Beschimpfungen zu sparen.

Quelle: welt.de
Bild: dem Christoph (Flickr)

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