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Diskussion über die Helmpflicht fürs Fahrrad

Bei der Diskussion über die Helmpflicht fürs Fahrrad gibt es zwei unterschiedliche Positionen. Die einen sind davon überzeugt, dass Fahrradfahren mit Kopfschutz sicherer ist als ohne. Die anderen behaupten, dass der Helm bei Unfällen nicht vor Verletzungen schützt.

Bei Tragen des Fahrradhelms klagen viele Leute darüber, dass es sich unkomfortabel anfühlt. Auch ist die Frisur nach der Fahrt im Eimer. Trotzdem gibt es Argumente, die für eine Helmpflicht fürs Fahrrad sprechen: Durchschnittlich gibt es auf deutschen Straßen jährlich 80.000 bis 90.000 Unfälle mit Fahrradfahrern, die zum Teil auch tödlich enden. Allerdings wurde bis jetzt noch keine Helmpflicht in Deutschland eingeführt.

Doch geht der Trend zum Helm. Die Quote der Fahrradfahrer steigt, die sich dieses Zubehör anschafft. Doch was die wissenschaftlichen Studien zu diesem Thema angeht, gibt es heftige Diskussionen. Wissenschaftler weisen darauf hin, dass es nicht zu Hundert Prozent bewiesen ist, dass der Fahrradhelm vor Verletzungen schützt. Sie liefern dafür Beweise, dass die Ergebnisse von Studien methodische Schwächen aufweisen. Psychologen sehen sogar eine größere Gefahr für Helmträger: Dadurch, dass man einen Helm trägt, könnte das Risikogefühl schwinden. Die Folge wäre, dass der Fahrradfahrer unvorsichtiger fährt.

Zudem hat man festgestellt, dass Autofahrer näher an Radfahrer kommen, die einen Helm tragen. Ärzte behaupten dagegen, dass der Helm Schädelbrüche und Gehirnblutungen verhindert. Die Diskussion wird sicherlich nicht dazu beitragen, dass eine Helmpflicht eingeführt wird. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er eine persönliche Helmpflicht fürs Fahrrad eingeht oder nicht.

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