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Generation Ü50: Leichterer Zugang zum Motorradführerschein

Die neue EU-Führerscheinrichtlinie, die seit dem 19. Januar 2013 in Kraft ist, erlaubt der Generation Ü50 einen einfacheren Zugang zum Motorradführerschein. Jeder, der einen Führerschein der Klasse 3 vor dem 01. April 1980 erworben hat und diesen ohne Unterbrechung heute noch besitzt, kann Motorräder bis 48 PS fahren.

Laut der Regelung muss man als Vorraussetzung nur eine vierzig Minuten dauernde praktische Motorradprüfung ablegen. Mit der dann erworbenen A2-Lizenz kann man dann Motorräder bis 35 kW (48 PS) mit einem Leistungsgewicht von maximal 0,2 kW/kg fahren. Nach zwei Jahren kann man dann in die unbegrenzte A-Lizenz aufsteigen wenn man eine praktische Prüfung abgelegt hat.

Beim Motorradkauf ist allerdings Vorsicht geboten, denn der freie Markt bietet ältere Motorräder an, die per Drosselung auf die neuen Regeln angepasst wurden. In der EU-Richtlinie heißt es aber, dass solche Bikes nur um höchstens die Hälfte ihrer Ausgangsleistung beraubt werden dürfen, um zur Klasse A2 zugelassen zu sein. Das heißt, dass in diesem Fall nur Bikes mit einer eigentlichen Leistung von 95 PS gedrosselt werden können. Diesen Passus hat Deutschland aber nicht übernommen. Hierzulande darf also jedes 48-PS-konforme Modelle gedrosselt werden, egal welche ursprüngliche Leistung es hatte. Bei Fahrten ins Ausland kann also ein "falsch" gedrosseltes Motorrad möglicherweise ein Problem darstellen, und das wegen Fahrens ohne den passenden Führerschein.

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