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Erster Blitzer-Marathon in Deutschland

Vorsicht Autofahrer, am Donnerstag und Freitag findet der erste Blitzer-Marathon in Deutschland statt: Ab 6 Uhr morgens werden alle Blitzergeräte eingeschaltet, die Polizei hat einen Großeinsatz - dabei geht es aber nicht in erster Linie darum, Temposünder dingfest zu machen und Geldbußen zu kassieren. "Solche Aktionen tragen dazu bei, das Bewusstsein von Auto- und Motorradfahrern für die Gefahren durch zu schnelles Fahren zu schärfen", meint ADAC-Präsident Peter Meyer.

Insgesamt sind 15.000 Beamte unterwegs. In ganz Deutschland stehen 8.600 Radarfallen. Vor allem die Autofahrer in NRW sollten aufpassen. Alleine dort sind 3.100 Blitzgeräte scharf. In Baden-Württemberg sind es 1.600 und in Bayern 1.500. Etwas weniger sind es Rheinland-Pfalz und Niedersachsen mit je 460. In Bremen sind es "nur" 20 Blitzer.

Lediglich Sachsen beteiligt sich nicht am Blitzer-Marathon. Das Bundesland im Osten hat eine eigene Aktion gegen das zu schnelle Fahren. Die Strafen sind aber in jedem Ort gleich. Wer bist zu 10 Kilometer pro Stunde zu schnell ist, muss 15 Euro zahlen. Das steigert sich dann bis 25 oder 35 Euro. Wer zwischen 21 und 25 km/h zu schnell ist, zahlt dann nicht nur 80 Euro, sondern bekommt auch einen Punkt. Die Höchststrafe bekommt man bei über 70 km/h zu schnell: 680 Euro und drei Monate Fahrverbot.

Wer geblitzt wird, bekommt einige Tage später von der Polizei den Bußbescheid mit dem Foto. Leugnet der Halter des Fahrzeuges, dass er es war oder die Person gar nicht kennt, muss er einen Anhörungsbogen ausfüllen. Das kann dazu führen, dass die Strafe fallen gelassen wird. Aber wird man beim Lügen erwischt, droht dann sogar eine Gefängnisstrafe.

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