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Der Lloyd 300 feiert Geburtstag

Der Geburtstag vom Lloyd 300 wird einige Fans in Nostalgie stürzen, denn vor 60 Jahren kam das liebevolle Gefährt auf die Welt und ist heute nur noch selten als Gebrauchtwagen zu sehen - denn von den Fahrzeugen sind nicht mehr viele übrig.

Der Kleinwagen stammte aus Bremen und wurde nach dem zweiten Weltkrieg gebaut. Da es zu dieser Zeit noch wenig Material gab, glich der kleine Lloyd LS 300 eher einer Stahlbox als einem Auto. Jedoch war der Wagen beim deutschen Publikum sehr beliebt, denn mit 10 PS und einem schlappen Preis von 3334 Mark hatte er das Zeug zum Massenwagen.

Kurz nach dem Erscheinen legten die Lloyd Motoren Werke in Bremen mit den Nachfolge Modellen 400 und 250 nach. Der Lloyd Oldtimer hat fast eine herzergreifende Geschichte, denn sein Erfinder Carl Friedrich-Wilhelm Borgward wollte unbedingt ein Fahrzeug konzipieren, was weniger als 3000 Mark kostet, damit die Republik sich mit dem damaligen Durchschnittsgehalt dieses Auto leisten konnte. Es klappte fast, jedoch hatte das Auto in Deutschland keine Konkurrenz, auch wenn es auf Grund seiner Sperrholz-Karosserie nicht wirklich sicher war.

So bekamen die Autos der Nachkriegszeit auch sehr schnell ihren Spitznamen verpasst: Leukoplast-Pflaster, da man das Verdeck mit Pflastern schnell flicken konnte. Der Lloyd Geburtstag erinnert somit nicht nur an die frechen Kleinwagen sondern auch an die schweren Nachkriegszeiten. Bis zum Jahr 1957 baute Lloyd 131.733 Autos der unterschiedlichen Modelle. Viele dieser Gebrauchtwagen gibt es auf Grund ihrer Beschaffenheit nicht mehr, doch wer noch einen in der Garage stehen hat, wird sicher den Lloyd 300 Geburtstag feiern.

Quellen: autobild.de, spiegel.de
Bild: John Lloyd (Flickr)

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