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Der Gurt mit Airbag

Der alte Sicherheitsgurt hat ausgedient, denn Ford hat nun sein neuestes Modell präsentiert: Der erste Sicherheitsgurt mit integriertem Airbag. Dass Amerikaner Gurtmuffel sind, ist vielen bekannt; umso überraschender ist es, dass Ford nun den ersten Sicherheitsgurt mit integriertem Aufprallairbag entwickelt hat.

Etwa 39 Prozent aller Passagiere im Ford legen nie oder nur sporadisch einen Sicherheitsgurt an. Bei den Fahrern und Beifahrern sind es da schon immerhin nur 19 Prozent. Dem will Ford nun Abhilfe verschaffen, indem sie ein neues Rückhaltesystem für die Sitze im Fond entwickelt haben. Die hinteren Sitze integrieren somit einen Airbag, der in den Sicherheitsgurt Platz findet. Die Kombination aus dem Gurt und dem Airbag soll Verletzungen in Kopf- und Oberkörperhöhe verhindern. Bei einem Aufprall entfalten sich so die Airbaggurte innerhalb von 40 Millisekunden und sorgen neben der Anpressung des Trägers an den Sitz für eine bessere Position. Durch den Airbag werden die auftretenden Kräfte besser verteilt.Ford will die Aufprallenergie so um ein Fünftel der Werte reduzieren, die mit herkömmlichen Gurtsystemen erreicht wird. Das dient nicht nur dem Insassenschutz, sondern auch der Unfallstatistik.

Da die Gurte samt Luftsäcken auch besser gepolstert sind, sollen die Passagiere diese auch angenehmer im Tragekomfort finden. Das wäre wieder etwas für die bequemen Amerikaner, so Ford. Man erhofft sich durch diese neue Technik, Gurtmuffel zum Gurt zu überreden. Um den Gurt aufzublasen, befindet sich unter dem Sitz ein Behälter, der kaltes komprimiertes Gas in den Luftsack pumpt. Verbrennungen können so nicht mehr entstehen. Im Gegenteil, ein kalter Hauch soll alles sein. Nach dem Unfall entweicht das Gas wieder und der Passagier kann den Unfallwagen sicher verlassen.

Der Airbaggurt soll 2010 mit dem Ford Explorer in den Handel kommen und in weitere Modelle eingebaut werden.

Quelle: bild.de
Bild: Ford

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