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Der große Autobahn-Knigge

Auf den 11 000 Kilometern deutscher Autobahnen spielen sich manchmal Szenen ab, die an eine Wettkampfarena denken lassen. Da wird gehupt, aufgeblendet, gedrängelt, gerast und überholt. Im Verkehr verlieren manche alle Hemmungen und dazu noch ihre gute Kinderstube. Hier gibt es nochmal die wichtigsten Verhaltensregeln für alle Vergesslichen.

Drängeln ist verboten! So mancher fühlt sich wohl im Recht, wenn er mit Lichthupe und dichtem Auffahren die Schnecke vor sich von der Spur scheucht. Das ist nach deutschem Gesetz Nötigung und kann sogar mit Gefängnisstraße geahndet werden. Bußgelder bis zu 250 Euro sind ebenfalls möglich. Der Seitenstreifen ist für Notfälle gedacht, also zum Beispiel für eine Panne. Wer hier ohne Not hält, zum Beispiel um zu telefonieren, dem drohen bis zu 30 Euro Bußgeld.

Rechts zu überholen ist ebenfalls unzulässig. Ausnahme ist, wenn auf den Spuren die Kolonnen in unterschiedlichem Tempo nebeneinander herfahren, also die rechte Spur in Tempo 80, die linke nur mit 50. Auch verboten sind die sogenannten Elefantenrennen, das Überholen mit nur geringfügig höherer Geschwindigkeit. Solche Aktionen behindern den nachfolgenden Verkehr in erheblichem Maße, Bußgeld bis zu 100 Euro sowie 1 Punkt im deutschen Verkehrszentralregister in Flensburg sind möglich.

Das man auf der Autobahn nicht wenden sollte, liegt eigentlich auf der Hand, dennoch passiert das hin und wieder. Natürlich ist es gesetzlich verboten und wird mit 4 Punkten in Flensburg sowie Bußgeld ab 75 Euro geahndet. Das Rechtsfahrgebot sieht zudem vor, dass man möglichste rechts zu fahren hat und die linke oder die linken Spuren nur zum Überholen benutzt. Notorische Linksfahrer müssen daher ebenfalls mit einem Bußgeld bis zu 80 Euro sowie einem Punkt in der Sünderkartei rechnen.

Quelle: bild.de
Bild: Rainer Ebert (Flickr)

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