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Der Airbag hat Geburtstag

30 Jahre Airbag heißt die erfreuliche Nachricht dieser Woche, denn dieses Autozubehör rettet durchschnittlich alle sieben Sekunden das Leben eines Menschen. Bei einem Aufprallunfall bläst sich der Ballon auf und verhindert, dass der Menschenkörper gegen die Scheibe oder andere harte Gegenstände prallt. Dafür wird man von einem Luftpolster aufgefangen.

Dabei hat der Fahrerairbag eine lange und nicht einfache Entwicklung hinter sich. Denn in seinen Anfängen war die Konstruktion des Prallsackes, der am Anfang mit Gas gefüllt wurde, nicht unbedingt mühelos. Immer wieder kam es zu Fehlauslösungen, die wiederum zu Verkehrsunfällen führten, da der Fahrer erschrocken wurde und nichts sehen konnte. General Motors, die die Anfänge für die 30 Jahre Airbag gelegt hatten, gaben auf. Anders sah es beim Aufprallschutz in Deutschland aus. 1971 meldete Mercedes ihr erstes Patent zum pyrotechnischen Prallsack an, der sich in wenigen Millisekunden aufblies. Das war nur möglich, nachdem Mercedes-Benz neun Jahre lang Tests und weitere Versuche unternommen hatte, um den bestmöglichen Schutz zu bieten. Die Entwicklung ging weiter und so kamen die ersten Kopfairbags ins Auto.

Das geschah allerdings erst 1997. Bis zu diesem Jahr waren Airbags nicht mal serienmäßig zu haben. Doch mittlerweile hat sich die Perspektive geändert, denn die rückgängigen Zahlen von Verkehrsopfern zeigen, dass die Prallsäcke Leben retten. Die Verkehrssicherheit ist gestiegen, denn die Zahl von 200.000 Opfer im Jahr 1970 ist auf 4.000 im Jahr 2009 gesunken. Somit hat sich die Forschung gelohnt und die 30 Jahre Airbag zeigen, dass die Bemühungen rund um das Autozubehör mehr als nötig waren.

Quellen: stern.de, autogazette.de
Bild: Vic (Flickr)

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