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Carsharing-Branche befindet sich im "Krieg"

Carsharing ist seit 1988 ein ständig wachsendes Geschäft, aber den kommerziellen Autovermietern geht der Erfolg der verliehenen Privatautos wohl etwas zu weit und klagen nun gegen die Internetplattform autonetzer.de. Dort können Privatkunden ihr Auto an andere User vermieten. Das sei so was wie Wettbewerbsverzerrung, heißt es.

Der Bundesverband der Autovermieter (BAV) steckt hinter der Klage. Die Richter müssen nun das private Carsharing genau einordnen. Die Frage ist, ob es sich dabei um einen Freundschaftsdienst handelt, oder ob dies schon unter knallharten gewerbliche Autovermietung einzuordnen ist. Wäre letzteres der Fall, müssten die für die angebotenen Privatfahrzeuge andere Regeln gelten.

Denn bei den verliehenen Autos handele es sich meistens um Schrottlauben, mit denen die Besitzer noch Geld machen möchte. Ein Pkw aus einer Autovermietung muss einmal pro Jahr zur Hauptuntersuchung, bei Privatfahrzeugen reicht eine TÜV-Plakete alle zwei Jahre. Nun wird untersucht, ob dies geändert werden müsste. Außerdem seien die Versicherungsbeiträge für Mietfahrzeuge höher. Und die privaten Anbieter müssten eventuell eine Gewerbeanmeldung haben und Umsatzsteuer-Abführung abführen.

Sollte dies alles eintreffen, wird die Zahl der Nutzer von autonetzer.de zurückgehen. Aber BAV-Geschäftsführer Michael Brabec versichert: "Wir wollen niemandem schaden." Allerdings möchte der Verband, dass die privaten Anbieter den kommerziellen gleichgestellt werden. Damit würde autonetzer.de und auch privaten Autovermietern ein erheblicher Schaden zugefügt.

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