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BMW: Serienfertigung von Carbon-Felgen geplant

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BMW plant als erster Hersteller weltweit den Serieneinsatz einer Carbon-Felge. Die Idee von ultraleichten Rädern aus Kohlefaser ist alles andere neu. Schon in den 70er Jahren hat Citroen damit sowie mit Glasfiber experimentiert, in Japan wurde später ein sehr leichtes Autorad vorgestellt. Bislang waren solche Felgen nur als sündhaft teure Einzelanfertigungen erhältlich.

Im Rahmen der Entwicklung seiner beiden neuen Elektroautos i3 und i8 hat BMW zusammen mit dem Partner SGL Carbon deutliche Fortschritte bei der Verwendung von kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) gemacht und so viel Know How erarbeitet, dass Experten von einem Vorsprung von bis zu 10 Jahren gegenüber der Konkurrenz sprechen.

Die Entwickler versprechen sich von dem Rad aus Kohlefaser gegenüber geschmiedeten Aluminium-Rädern deutlich Vorteile. Zum einen sind sie natürlich wesentlich leichter als vergleichbar große Felgen aus Stahl oder Leichtmetall - der Vorteil soll bei über 25 bis 30 Prozent liegen - was zu einem entsprechend geringeren Verbrauch führt. Zudem sollte das neue Rad die Fahrdynamik deutlich verbessern.

Um die Stabilität und das Design der Felgen machen sich die Entwickler keine Sorgen. Laut BMW hätten Bordsteinschäden keinen Einfluss auf die Struktur und ließen sich obendrein mit speziellen Harzen leichter auspolieren als bei Alufelgen.

Am Rande eines Technologieworkshops hat der bayerische Hersteller bestätigt, die Karbonfelge bauen zu wollen. Wann und in welchem Fahrzeug die schwarze Felge erstmals zum Einsatz kommt, teilte das Unternehmen noch nicht mit. Vermutlich wird das erste Auto mit diesen Rädern - die es allerdings nur gegen Aufpreis geben wird - der BMW i8 sein, der noch in diesem Jahr auf den Markt kommen wird.

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