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BMW ruft weltweit 1,3 Milionen Limousinen zurück

Der Münchner Automobilhersteller BMW ruft weltweit 1,3 Millionen Autos in die Werkstätten zurück. Betroffen sind alle am Markt befindlichen 5er und 6er Limousinen der Baujahre 2003 bis 2010; nur in Deutschland geht es dabei um 290.000 Fahrzeuge. Der Grund: 'Eine Batteriekabelabdeckung im Kofferraum der Wagen kann in sehr seltenen Fällen nicht korrekt montiert sein', so ein Sprecher des Konzerns.

Es handele sich dabei um die größte Rückrufaktion der 'jüngeren Vergangenheit', so der Sprecher weiter. Er betonte aber gleichzeitig, dass es Unfälle oder Personenschäden aufgrund des Fehlers nicht gegeben habe. Bei den Fahrzeugen könne es zu Störungen des Bordnetzes bis hin zu einer Verschmorung oder einem Brand kommen.

Die Halter der Fahrzeuge würden angeschrieben. Um den Schäden zu entgehen, würden in der Werkstatt an allen Autos Klippverbindungen im Kofferraum ausgetauscht, sagte der Sprecher weiter. Das Prozedere dauere etwa 30 Minuten und sei für die Autobesitzer kostenlos.

Rückrufe plagen die Autoindustrie in den vergangenen Jahren immer häufiger. Japans größter Autokonzern Toyota etwa beorderte erst vor zweieinhalb Wochen in den USA annähernd 700000 Fahrzeuge dreier Baureihen in die Werkstätten. Und vor zwei Jahren wurde das Unternehmen von einer schlimmen Pannenserie heimgesucht. Damals musste der Hersteller Millionen Autos wegen klemmender Gaspedale und fehlerhafter Bremsen zurückrufen. Bei dem aktuellen Fehler geht es dagegen nur darum, dass bei 495 000 Pick-Up-Trucks der Fahrer-Airbag ausfallen kann, bei anderen Modellen macht ein Bremsleuchten-Schalter Ärger.

Die Zunahme der Rückrufe liegt vor allem daran, dass Autos immer kompliziertere Produkte werden. Die Zahl elektronischer Bauteile wächst, jede neue Komfort- und Sicherheitsfunktion ist zugleich ein potentielles Ausfallrisiko.

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