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Autos zunehmend von Computerviren attackiert

Autos können heute immer mehr und sind mit immer modernerer Technik ausgestattet. E-Mails abrufen, wenn man unterwegs ist, im Internet surfen oder Mp3 anzuhören ist für viele Autofahrer u.a. durch das Andocken des Smartphones heutzutage selbstverständlich.

Doch mit der Evolution zum rollenden PC setzen sich Autos auch Internet-Attacken aus und es wird die Gefahr erhöht, das Auto-System mit Viren zu infizieren, die vom heimischen PC stammt. Denn wie jeder PC mit einem Betriebssystem und Schnittstellen kann auch die Technik im Pkw angegriffen werden, über den WLAN-Hotspot oder über die Einbindung des Smartphones in das Infotainment-System.

Das Problem: Ein Virus, der vom Virenscanner des heimischen PC nicht unbedingt erkannt wird, kann trotzdem die Fahrzeug-Elektronik infezieren. Darüber hinaus brauchen Hacker nicht einmal den direkten Kontakt zum Auto: Angeblich kann man auch per Wlan ein Virus in die Bordelektronik einschleusen.

Was unternehmen Autohersteller dagegen? Sie versuchen, durch sogenannte Gateways in Fahrzeugen eine Infektion und Verbreitung der Viren zu vermeiden. Aus diesem Grund werden bereits die ersten Software-Systeme entwickelt, als eigene App-Stores der Autohersteller, die zukünftig in Autos zum Einsatz kommen. "Updates sind bei Software-Systemen im Auto unerlässlich, um einen langfristigen Schutz zu gewährleisten", erklärt Ralf Benzmüller vom Virenschutz-Unternehmen G Data. Klar ist aber: "Eine hundertprozentige Sicherheit wird es nie geben. Wir entwickeln unsere Systeme so, dass sie – durch interne und externe Experten geprüft – auf dem aktuellen Stand der Technik sind", Ralf Lamberti, Telematik-Chef in der Forschung bei Daimler.

Anfällig ist ein Auto außerdem über die Betriebssysteme der Schnittstellen, die benutzt werden, um beispielsweise Notebooks für die On-Board-Diagnose anzuschließen. "Steuergeräte des Fahrzeugs sind nur nach einer vorherigen Authentifizierung über die OBD-Schnittstelle neu programmierbar", sagt Hans-Jörg Vogel von der Fahrzeugprogrammierung bei BMW. Die eingebrachte Software müsse eine elektronische Signatur enthalten, die nur von BMW erstellt werden könne. Das sichere die Echtheit.

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