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Autobatterien im Test - Hersteller versprechen oftmals mehr als sie halten

Wer sich ein fabrikneues Fahrzeug zulegt, wird nach etwa vier bis sechs Jahren seine Autobatterie erneuern müssen. Meist lässt sich das Auto nach einem Kälteeinbruch im Winter nicht mehr starten. Doch so plötzlich tritt dieser Fall nicht ein. Ein Nachlassen der Batterie beziehungsweise eine mangelhafte Ladefähigkeit kündigt sich einige Zeit vorher an. Einige Autobatterien haben im Test jedoch gezeigt, dass sie die vom Hersteller angegebene Kapazität nie erreichen.

Ältere Batterien haben bei Kälte ein Problem

Wenn Autobatterien nicht mehr in der Lage sind, Kapazität aufzubauen, dreht sich nach dem Betätigen des Starters der Anlasser nicht mehr. Ist noch eine gewisse Reststrommenge vorhanden, kann bei niedrigen Temperaturen vielleicht noch zwei oder dreimal der Versuch des Anlassens unternommen werden. Hier ist meist schon ein orgelndes Geräusch zu hören.

Ist nach erfolglosen Versuchen die Batterie leer, macht es nur noch kurz klick. Normalerweise müssen neue Autobatterien nicht nur im Test und bei kalten Temperaturen rund 15 Startvorgänge hintereinander problemlos aushalten.

Autobatterien verweigern gern zu Beginn des Winters ihren Dienst. Fallen die Temperaturen, verlangsamt sich der Ablauf der chemischen Prozesse. Gealterte Batteriezellen stellen weniger Strom zur Verfügung. Neben kalten Temperaturen im Winter führen auch Tiefentladungen zum plötzlichen Batterie-Tod.

Muss eine Autobatterie ersetzt werden, ist die Wahl des richtigen Stromspeichers wichtig. Es muss vor allem auf die vom Fahrzeughersteller mindestens geforderte Akku-Kapazität geachtet werden. Auch wenn kleine Batterien etwas weniger kosten, lohnt sich die Anschaffung nicht wirklich. Zum einen sind sie schnell überfordert (Kaltstartprobleme) und zum anderen besteht die Gefahr von Schäden an der Fahrzeug-Elektronik und der Lichtmaschine.

Tests von Autobild und vom ADAC haben gezeigt, dass die Batterien zwar teurer, aber nicht unbedingt besser werden. Dabei muss es bei einer guten Batterie nicht unbedingt ein Marken-Akku sein.

No-Name-Batterien der Markenhersteller sind preiswert und gut

Neue Autobatterien erreichen im Test sehr selten nach einer vollständigen Entladung die vom Hersteller angegebene Nennkapazität. Es treten immerhin Kapazitätsabweichungen zwischen 10 und fast 50 Prozent auf. Das Kaltstartverhalten wird als besser, wenn auch nicht als optimal, eingeschätzt. Oftmals handelt es sich bei preisgünstigen und dennoch guten Autobatterien um Produkte eines Markenherstellers. So vertreibt Bosch unter seinem Namen preiswertere Batterien als der Originalhersteller Varta. Eine Billig-Batterie wird auf längere Sicht, den Ansprüchen moderner Autos nicht gerecht. Wenigstens 60 Euro sollte man schon investieren.

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