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Aufgepasst beim Autoverleih

Mal eben den Schlüssel geholt, dem Kumpel gegeben, schließlich braucht er den eigenen Kombi nur für den Baumarkt und schon ist es geschehen: Ein Unfall. Hier ist Vorsicht geboten, denn der Freund oder Nachbar ist in der eigenen PKW-Versicherung nicht mit eingeschlossen. Er gehört nicht zu den zugelassenen Fahrern und fährt ohne Versicherungspolice. Im schlimmsten Fall, fordert die Versicherung von Ihnen neben der Selbstbeteiligung auch noch Nachzahlungen ein.

Beim Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf und es kann passieren, dass der Fahrer auf seinen Kosten sitzen bleibt. Rechtlich gesehen muss der Freund zwar zahlen, aber ist man auch bereit dies richterlich zu erwirken? Vor dem Verleih sollten Sie daher Regelungen treffen, die im Schadensfall klar die Kostenenübernahme regeln. Bei einer Rückstufung in einen anderen Schadensfreiheitsrabatt sollten so beispielsweise die erhöhten Kosten übernommen werden.

Wer das eigene Auto verleiht, der sollte ein schriftliches Übergabeprotokoll anfertigen: Der Kilometerstand, das Datum und die Uhrzeit sollten sowohl beim Verleih, als auch bei der Rückgabe, festgehalten werden. Im Versicherungsfall, bei Bußgeld- oder Strafverfahren kann so nachweislich auf den Entleiher verwiesen werden.

Rein rechtlich sind Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung klar geregelt: Das Bußgeld oder die Kosten der Strafanzeige muss der Entleiher, also der Verursacher, übernehmen. Hat der Entleiher aber keine gültige Fahrerlaubnis und ist überdies hinaus noch Alkohol im Spiel, kann es richtig teuer werden: Regressforderung bis zu einer Höhe von 5.000 Euro sind keine seltenen Forderungen der Versicherer. Hier ist also Vorsicht geboten!

Es gilt: der private Verleih des eigenen Autos, sollte nur im Familienkreis geschehen.

Quelle: bild.de
Bild: iwanp (Flickr)

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