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Ab 2011 sind spritsparende Reifen Pflicht

In Brüssel hat das Europaparlament im Rahmen des Klimapakets einer technologischen Innovation zugestimmt, die die Umwelt entlasten soll: Ab 2011 wird es bei Neuwagen zur Pflicht werden, dass sie mit spritsparenden Reifen ausgerüstet sind. Das Parlament stimmte mit großer Mehrheit für dieses neue Gesetz und führte damit den Kurs fort, mit dem die Automobilindustrie zu verbrauchssenkenden Maßnahmen gezwungen werden soll. Das geschieht in Hinblick auf die Sicherheit der Fahrer und die Umweltverträglichkeit des Autofahrens.

Mit einer neuen Technologie für die Reifen soll der Kraftstoffverbrauch und damit einhergehend der Kohlendioxid-Ausstoß gesenkt werden. Zudem wird bei Neuwagen das elektronische Stabilitäts-Programm ESP zum obligatorischen Standard. Außerdem muss der Reifendruck in Zukunft mit einem Kontrollsystem ständig überprüft werden. Andreas Schwab von der CDU erklärte, das etwa 65 Prozent aller Autofahrer mit viel zu wenig Luftdruck in den Reifen unterwegs seien. Ist ein Reifen nicht prall genug aufgepumpt, erhöht sich der Reibungswiderstand und dadurch auch der Benzinverbrauch. Hinzu kommt, dass ein solcher Reifen nicht die Fahrstabilität gewährleistet, die für eine sichere Fahrt Voraussetzung ist, weil der Wagen auf solchen Reifen zu schwimmen scheint.

Allerdings wird der Automobilindustrie eine Übergangszeit eingeräumt, in der sie ihre Technologien dem neuen gesetzlichen Standard anpassen können. Ab 2018 dann ist damit aber Schluss und die Bestimmungen müssen komplett umgesetzt sein. Experten sehen die neue Rechtslage als einen Vorteil für die europäische Automobilindustrie, da diese bereits jetzt auf Spitzentechnologie setzen und hochwertige Materialien für ihre Fahrzeuge benutzen. EU-Kommissar Günter Verheugen sieht in dem neuen Reifen-Gesetz einen "Meilenstein für die Umweltverträglichkeit und Verkehrssicherheit".

Quelle: n-tv.de
Bild: realname (Flickr)

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