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Alkohol am Steuer - es kommt teuer!

In den Motor-News wird die 0,0-Promille-Grenze stark diskutiert, denn die Polizei-Gewerkschaft plädiert für eine Veränderung des bestehenden Gesetzes. Dagegen spricht sich Verkehrsminister Peter Ramsauer der CSU aus, der die bestehende Alkoholgrenze als völlig ausreichend ansieht. Seit 10 Jahren besteht sie und hat Gutes bewirkt. Denn die 0,5-Promille-Grenze hat dazu beigetragen, dass die Unfälle unter Alkoholeinfluss seit der Einführung stark zurückgegangen sind. 1998 war jeder 13. Unfall mit Personenschaden durch Trunkenheit am Steuer ausgelöst worden.

2009 war es nur jeder 18. Unfall. Doch die Marke soll noch mehr fallen, in dem eine 0,0-Promille-Grenze gelten soll. Alkoholgrenzen sollten jedoch nicht nur für Autofahrer neu überdacht werden sondern auch für Fahrradfahrer. Denn im Jahr 2009 waren etwa in 25 Prozent der Alkohol-Unfälle Fahrradfahrer beteiligt. Radler dürfen mit bis zu 1,6 Promille unterwegs sein. Wer da noch gerade fällt, verträgt viel!

Alkohol am Steuer ist aber nicht nur in Deutschland ein Thema. In einigen europäischen Ländern gilt strengstes Alkoholverbot auf der Straße, wie zum Beispiel in Rumänien, Slowakei, Ungarn oder Estland. In die Richtung möchte Deutschland, um noch weniger Verkehrsunfälle zu zählen, in denen Alkohol eine Rolle spielt. Wer über die 0,5-Promille-Grenze einen Alkoholunfall begeht, kann mit vier Punkten in Flensburg, einem hohen Bußgeld sowie Führerscheinentzug bis zu drei Monate rechnen. Jedoch erwischt die Polizei die Betrunkenen nicht immer, denn es fehlt Personal, um ausreichende Kontrollen zu machen. Mit der 0,0-Promille-Grenze, die die Polizei stark in den Motor-News fordert, könnte man dieses Problem beheben.

Quellen: spiegel.de, heute.de
Bild: S. Hofschlaeger (Pixelio)

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